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02.03.2004

 

Verwässert Europa unser Trinkwasser?

 

„Über unser Wasser muss in den Rathäusern und nicht an der Börse entschieden werden“. Mit dieser Kernthese wandte sich Landesvorsitzende Heidelind Weidemann in der Vorweihnachtszeit an die Europaparlamentarier in Rheinland-Pfalz und an die Spitzen der Landespolitik.

 

Sie tat dies nach dem Motto „Greif dir deinen Europaabgeordneten!“ und wollte damit die Stimme des BUND schon früh im Europawahlkampf vernehmlich werden lassen.

 

Die Briefaktion brachte ein breites Echo. Allgemeiner Tenor der zahlreich eingegangenen Antworten war eine mehr oder weniger deutliche Abkehr von den lange Zeit in der Europapolitik spürbaren Privatisierungs- und Liberalisierungstendenzen für den offenbar recht attraktiven Trinkwassermarkt.

 

Durchaus repräsentativ hört sich der Schlusssatz des Schreibens der Europaabgeordneten Sabine Zissener an: „Persönlich bin ich  -  ebenso wie die Mehrzahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments  -  gegen eine Rahmenrichtlinie bzw. Liberalisierung der Trinkwasserversorgung“.

 

Hier scheint der Widerstand der letzten Jahre und Monate aus den Reihen derer, denen die Vorstellung, dass das Lebensmittel Wasser zur Handelsware und zum Mittel der Gewinnmaximierung gemacht werden soll, die Haare sich sträuben ließ, sich durchaus einmal gelohnt zu haben.

 

Quelle: Ulrich Mohr


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