++
[weitere Artikel zum
NSGP Bienwald] ++
[Artikel über Wald] ++
28.10.2003
Landau:
Kreistag gibt grünes Licht für Naturschutzgroßprojekt
SÜDLICHE WEINSTRASSE: Zustimmung zu ¸¸Bienwald"-Vertrag -
...
Einstimmig votierte der Kreistag des Landkreises Südliche Weinstraße
bei seiner gestrigen Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Weyher für
den Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zur
Durchführung des ¸¸Naturschutzgroßprojektes Bienwald". Mit dem
Landkreis Germersheim wurde zuvor Einigung erzielt, das Projekt
nicht über einen Zweckverband, sondern über einen
öffentlich-rechtlichen Vertrag abzuwickeln.
Das Projekt sei eine Chance für die gesamte Region,
meinte Landrätin Theresia Riedmaier. Ziel sei es, dass das
¸¸Naturschutzgroßprojekt Bienwald" Aufnahme in das ¸¸Bundesprogramm
zur Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und
Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung" finde.
Der Zeitplan, den Riedmaier dem Kreistag
präsentierte, sieht vor, dass in einer zwei- bis dreijährigen
Moderationsphase die Akzeptanz des Projekts verbessert wird. Die
Kommunen, die Land-, Forst und Wasserwirtschaft, die
Naturschutzverbände und alle sonstigen Betroffenen sollen an dem
Projekt mitarbeiten. Die Landrätin kündigte an, dass in einem
hydraulisch-hydrologischen Gutachten die Wasserqualität im Bienwald
untersucht werde. ¸¸Das Bienwald-Projekt muss dem Hochwasserschutz
dienen, sanfter Tourismus ist gewollt und gewünscht", beschrieb
Riedmaier weitere Ziele. Auf die Moderationsphase soll die
Umsetzungsphase folgen.
Die Gesamtkosten für das Projekt sollen 10,42
Millionen Euro betragen. Der Bund trägt 70 Prozent, das Land
Rheinland-Pfalz 20 Prozent. Bei den beiden beteiligten Landkreisen
verbleiben zehn Prozent der Gesamtkosten (Landkreis Germersheim 6,67
Prozent, Landkreis SÜW 3,33 Prozent). 270.000 Euro an freiwilligen
Leistungen seien bei der augenblicklichen Finanzlage nicht leicht
aufzubringen, aber ¸¸das ist eine ganz große Chance für uns",
wiederholte Riedmaier.
¸¸Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht
gemacht, aber wir halten an einer einmal getroffenen Entscheidung
fest", sagte Karl Gerdon für die CDU-Fraktion. Die deutliche
Kostenreduzierung (ursprünglich waren 750.000 Euro für den Landkreis
SÜW veranschlagt), die Reduzierung der Prozess-Schutzflächen (von
ursprünglich 2000 auf 1680 Hektar) und der geringere Flächenerwerb
(statt 550 Hektar nur 360) hätten den Ausschlag gegeben. Auch
Marie-Thérése Müller (SPD) hob die Reduzierung der
Prozess-Schutzflächen und die Reduzierung des Grunderwerbs hervor.
Das Projekt sei der richtige Schritt in die Zukunft, immerhin habe
es von den ersten Gesprächen bis zur Umsetzung 14 Jahre gedauert,
erinnerte Müller.
Rainer Wagner (Bündnis 90/Die Grünen) meinte, es
müsse abgewartet werden, ob 1680 Hektar für Prozess-Schutzflächen
ausreichend seien. Das Projekt sei eine einzigartige Chance, Natur
für Schulkinder wieder erfahrbar zu machen. Es sei interessant zu
sehen, wie sich das Straßenbauprojekt durch den Bienwald mit dem
Geist des Vertrages in Einklang bringen lasse, erklärte Wagner
weiter.
Die FWG-Fraktion hoffe, dass das Elsass
beziehungsweise der gesamte Pamina-Raum mit ins Boot genommen werde.
Dann stelle das Projekt eine hervorragende Lösung dar, meinte Kurt
Wagenführer.
...
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzer Tageblatt
Ausgabe: Nr.232
Datum: Dienstag, den 07. Oktober 2003
Seite: Nr.17
Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen.
Kontaktadresse:
BUND
Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de
++
[weitere Artikel zum NSGP Bienwald]
++
[Artikel über Wald] ++
[OBEN] ++