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15.10.02
Anwohner zweifeln am Sinn der Südtangente
Bürgerinitiative
formuliert einen Fragenkatalog an alle Stadtratsfraktionen
Auch nach der Bürgerversammlung der SPD zweifelt die Bürgerinitiative Südstadt
am Nutzen einer neuen Umgehungsstraße zwischen Queichheimer Brücke und
Weißenburger Straße. Die Initiative will nun allen Stadtratsfraktionen eine
Liste offener Fragen vorlegen, kündigte der Sprecher der Initiative, Martin
Rutkewitz, der RHEINPFALZ an.
Der politische Wille zum Bau der so genannten Südtangente
stehe wohl fest, auch wenn baurechtlich noch keine endgültige Entscheidung
getroffen wurde, stellt Rutkewitz fest. Er bedauert, dass keine Alternativen
vorgelegt und erörtert worden seien. Besonders die Anbindung der Südstadt und
des Konversionsgebietes an den öffentlichen Nahverkehr sei bislang nicht in
Erwägung gezogen worden, kritisiert die Bürgerinitiative.
Vor allem die Firma Modus Consult, deren Gutachten dem Stadtrat als
Entscheidungsgrundlage diente, bleibt nach Ansicht der Bürgerinitiative den
Nachweis schuldig, wie ihre Zahlen zu Stande gekommen sind. Bis zum Jahr 2015
werden laut diesem Gutachten in der früheren Franzosenkaserne Estienne et Foch
rund 3000 bis 3500 Neubürger wohnen, der Verkehr wird dadurch um 30 Prozent
wachsen. Die Kritiker bezweifeln dies.
Unbeantwortet bleibt nach ihrer Meinung auch die Frage, wie die Queichheimer
Brücke den zusätzlichen Verkehr aufnehmen kann, der von der Südtangente in
Richtung Bahnhof oder Autobahn fließen soll. Außerdem fürchten die Anwohner, dass
die Lärmschutzbebauung in Form von vierstöckigen Häusern entlang der
Südtangente zwar geplant ist, aber vielleicht gar nicht umgesetzt wird, wenn
sich dafür kein Investor findet.
Fazit aus Sicht der Bürgerinitiative: Es bleibt die Frage, warum die Südtangente
gebaut werden soll, welchem Zweck sie dient und welche Alternativen möglich
sind. (gau)
Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Donnerstag, 10. Okt , 03:45 Uhr
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de