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28.04.03

 

Internationaler Tag des Lärms am 30. April 2003

 

Wochenendfahrverbot für LKW halten! - BUND-Vorsitzende schreibt an Beck

"Setzen Sie sich .. auf Bundes- wie auf Europaebene ein für die Beibehaltung des europaweiten Samstags- und Sonntagsfahrverbotes für LKW", schreibt BUND-Landesvorsitzende Heidelind Weidemann an Ministerpräsident Beck anlässlich des internationalen Tages gegen Lärm. Der LKW sei "mit Abstand die schlimmste Lärmquelle für eine zunehmend lärmgeplagte Bevölkerung".

 

Außerdem erwartet Weidemann von der Landesregierung, dass sie der um sich greifenden Unsitte entgegentritt, LKW´s  sonntags statt wie vorgeschrieben um 22.00 Uhr  bereits um 19.00 Uhr starten zu lassen. Im Übrigen dürfen die Behörden nicht immer häufiger Ausnahmegenehmigung vom Sonntagsfahrverbot erteilen.

Lärm ist in Deutschland zur Umweltplage Nummer eins geworden. Die Hälfte der Deutschen muss rund um die Uhr mit einem Mittelungspegel zwischen 55 und 65 dB(A) leben. Das macht krank. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher einen Lärmpegel von nur 55 dB(A) am Tag und 45 dB(A) nachts.

Jährlich sterben hierzulande mehr als 2000 Menschen an Lärm. An Straßen mit einem Mittelungspegel von über 65 dB(A) ist das Herzinfarktrisiko um 20 Prozent höher als an einer ruhigen Straße. An Fernstraßen, auf denen täglich etwa 30.000 Autos und 10.000 LKW fahren, ist Schlafen bei offenem Fenster erst in einem Abstand von 850 Metern möglich.

Kurzfristig ist von der Polizei zu verlangen, dass sie auf Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, insbesondere auch beim Schwerlastverkehr (60 km/h auf Bundesstraßen), achtet. Schärfstens müssen Motorräder auf nicht zugelassene Ersatzschalldämpfer kontrolliert werden.

Mittel- bis langfristig ist bei Bau oder Sanierung von Straßen sog. "Flüsterasphalt" zu verwenden. Durchgesetzt werden muss ein generelles Nachtfahrverbot für LKW. Ein Nachflugverbot ist für die Menschen auf dem Hunsrück genau so angebracht wie für die Frankfurter Bevölkerung.

Kilometerbreite Lärmschneisen entstehen in Rheinland-Pfalz vor allem entlang der großen Transitautobahnen. Mit A 3, A 61, Bahnlärm im Mittelrheintal und von der Westerwald-ICE-Trasse ergibt sich im Verein mit einem breiten Flugkorridor Köln-Rhein/Main in nord-südlicher Ausrichtung ein flächendeckendes Lärmband über den Köpfen der Menschen.

Gegen solche Lärm- und Schadstoffteppiche helfen weder Lärmschutzwälle noch Lärmschutzwände, sondern nur eine andere Verkehrspolitik.

Quelle: BUND Rheinland-Pfalz


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de

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