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16.10.2006

 

Wohnprojekt Hafermagazin - Interessantes Beispiel für Flächen sparende Siedlungspolitik

Sicher, andere Nutzungsformen wären auch denkbar gewesen. Aber nach Ansicht des BUND verspricht  die geplante Nutzung des Landauer Hafermagazins unter siedlungspolitischen Gesichtspunkten durch die Einbeziehung erhaltenswerter Bausubstanz ein nachahmenswertes Positivbeispiel für künftige Flächennutzung zu werden.
Würden die vorgesehenen 71 Wohneinheiten wieder einmal als eines der üblichen Neubaugebiete errichtet, würden sie erneut ein gutes Stück "grüne Wiese" unter sich begraben und einen weiteren Schritt zur Zersiedlung unserer Landschaft darstellen.
Für die Zukunft geht es dem BUND bei der Ausweisung von neuem Wohnraum um den Vorrang der Innenentwicklung vor der weiteren Inanspruchnahme von Freiflächen.

Der landauf und landab nach wie vor ungebrochene Trend zur Versiegelung neuer Flächen für Gebäude und Erschließungsstraßen braucht solche Vorbilder wie das Landauer Projekt. In Städten und Dörfern gibt es ein hohes Potenzial für die Innenentwicklung durch zunehmend leer stehende Wohngebäude, landwirtschaftliche Anwesen, aufgelassene Produktionsstätten und Baulücken.

Der BUND hofft im Übrigen, dass Architekt, Bauherr und Bauträger sich der zukunftsweisenden energietechnischen Möglichkeiten bewusst sind, die der mächtige Gebäudekomplex bietet. Hierzu zählen die gewaltige nach Süden ausgerichtete Dachfläche sowie die guten Voraussetzungen für die Nutzung des enormen Wirkungsgrades von Wärme-Kraft-Kopplung in Verbindung mit dem Einsatz von Biomasse.

 

Quelle: BUND Rheinland-Pfalz


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