Wohnprojekt
Hafermagazin - Interessantes Beispiel für Flächen sparende Siedlungspolitik
Sicher, andere Nutzungsformen wären auch denkbar gewesen. Aber
nach Ansicht des BUND verspricht die geplante Nutzung des Landauer
Hafermagazins unter siedlungspolitischen Gesichtspunkten durch die Einbeziehung
erhaltenswerter Bausubstanz ein nachahmenswertes Positivbeispiel für künftige
Flächennutzung zu werden.
Würden die vorgesehenen 71 Wohneinheiten wieder einmal als eines der üblichen
Neubaugebiete errichtet, würden sie erneut ein gutes Stück "grüne Wiese"
unter sich begraben und einen weiteren Schritt zur Zersiedlung unserer
Landschaft darstellen.
Für die Zukunft geht es dem BUND bei der Ausweisung von neuem Wohnraum um den
Vorrang der Innenentwicklung vor der weiteren Inanspruchnahme von Freiflächen.
Der landauf und landab nach wie vor ungebrochene Trend zur Versiegelung neuer
Flächen für Gebäude und Erschließungsstraßen braucht solche Vorbilder wie das
Landauer Projekt. In Städten und Dörfern gibt es ein hohes Potenzial für die
Innenentwicklung durch zunehmend leer stehende Wohngebäude, landwirtschaftliche
Anwesen, aufgelassene Produktionsstätten und Baulücken.
Der BUND hofft im Übrigen, dass Architekt, Bauherr und Bauträger sich der
zukunftsweisenden energietechnischen Möglichkeiten bewusst sind, die der
mächtige Gebäudekomplex bietet. Hierzu zählen die gewaltige nach Süden
ausgerichtete Dachfläche sowie die guten Voraussetzungen für die Nutzung des
enormen Wirkungsgrades von Wärme-Kraft-Kopplung in Verbindung mit dem Einsatz
von Biomasse.
Quelle: BUND Rheinland-Pfalz
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
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