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12.09.2003

Neustadt Schwere Eingriffe in die Natur

LAMBRECHT: BUND übt Kritik an Flächennutzungsplan

Deutliche Kritik übt die Kreisgruppe Bad Dürkheim des BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz) an dem Entwurf für einen Flächennutzungsplan für die Verbandsgemeinde Lambrecht. ¸¸Das Bewusstsein von der Notwendigkeit des pfleglichen Umgangs mit unserem Boden sei offensichtlich noch nicht überall durchgedrungen", so der Vertreter der Kreisgruppe, Dr. Heinz Schlapkohl.

Angesichts der Entwicklung der Bevölkerung ist es nach Ansicht der BUND-Kreisgruppe nicht gerechtfertigt, neue Baugebiete in der Verbandsgemeinde auszuweisen, da die Bevölkerung in den kommenden Jahren weniger und damit auch der Bedarf an Neubaugebieten geringer werde. Außerdem gebe es in den Orten genug alte Häuser, die nicht genutzt werden, wie beispielsweise in Weidenthal.

Akzeptiert werden von der BUND-Kreisgruppe die geplanten Ausweisungen von Gewerbegebieten. Allerdings sollten vor der Erschließung neuer Gewerbegebiete erst die vorhandenen Gewerbebrachen wieder genutzt werden.

Abgelehnt wird von der Kreisgruppe unter anderem die Umnutzung Ferienhausgebiet Schafhof Südwest in Elmstein, da älterer Mischwald weichen müsste. Weil die in Esthal vorgesehenen Wohnbaugebiete ¸¸Steinäcker" und ¸¸Soläcker" dort entstehen sollen, wo Silikatmagerrasen ist, werden sie von der BUND-Kreisgruppe ebenfalls abgelehnt. Die Vernichtung von ¸¸altem Mischwald" und von Streuobstwiesen ist der Grund dafür, warum die geplanten Baugebiete ¸¸Hausbergstraße" und ¸¸Erweiterung Beckertal" in Frankeneck auch keine Zustimmung der BUND-Kreisgruppe finden.

Abgelehnt wird auch das Baugebiet ¸¸Obere Äcker" in Lindenberg, weil hier eine ¸¸schöne, vom Bach her offene, mit Streuobstbäumen bestandene Hanglage vernichtet würde", die auch als Durchlüftung des Tals fungiere. Auch das in Lindenberg geplante Baugebiet ¸¸Südliche Hauptstraße" wird abgelehnt, weil hier ein ¸¸schöner, alter Mischwald in Hanglage" sei.

Bedenken hat die BUND-Kreisgruppe gegen das in Weidenthal geplanten Baugebiet ¸¸Auf der Gipp". Hier gebe es Haselstrauch-Terrassen mit Sandsteinmauern, Streuobst, Hainbuchen, älteren Eichen und Grünland mit Schafbeweidung. Zumindest eine Verkleinerung fordert Schlapkohl für das in Lambrecht vorgesehene Baugebiet ¸¸Bohnenäcker". Auch die geplante Entlastungsstraße für den Lambrechter Südosten und die Ortsumgehung Neidenfels lehnt der BUND ab. Die Vorhaben seien mit inakzeptablen Eingriffen in die Natur verbunden. (ann)

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.211
Datum: Donnerstag, den 11. September 2003
Seite: Nr.18


Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

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