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18.10.02

 

Kein Eingriff in Naturschutzgebiet

 

SCHWEIGHOFEN: Flugzeughalle Thema im Rat
  
Der Satzungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Flugplatz" in Schweighofen wurde bei der Sitzung des Ortsgemeinderates am Mittwochabend zunächst einmal vertagt. Grund: Die von den Vorhabenträgern geplante Unterstellhalle für Motorsegler und Segelflugzeuge soll "abgespeckt" werden. Für den geänderten Plan ist eine erneute öffentliche Auslegung notwendig.

 

Nach dem Willen des Ortsgemeinderates soll die Stellfläche der Halle - geplant waren 2000 Quadratmeter (80 mal 25 Meter) - reduziert werden. Die Unterstellkapazität für Motorsegler und Segelflugzeuge wird damit auf acht festgeschrieben, was auch in einem Durchführungsvertrag mit der Interessengemeinschaft Werner Theilmann/Hermann Lauweh als Vorhabenträger verankert werden soll.

Ortsbürgermeister Gerhard Pautler rekapitulierte zu Beginn des Tagesordnungspunktes die Gründe für die vereinfachte Änderung des bestehenden Bebauungsplanes. Danach gehe es nicht um zusätzliche Flächen, sondern ausschließlich um eine Verschiebung der im geltenden Bebauungsplan festgesetzten überbaubaren Grundstücksflächen (Baufenster). Dies sei notwendig, um die vorhandenen Segelflugzeuge betriebssicher und funktionell unterzubringen. Insbesondere aus Sicherheitsgründen soll diese neue Unterstellhalle außerhalb der dafür vorgesehenen überbaubaren Fläche errichtet werden und im Gegenzug auf die ursprünglichen Baufenster verzichtet werden. Die Baufläche werde sogar um 30 Prozent reduziert.

Verärgert und enttäuscht zeigte sich Ortsbürgermeister Pautler über das Verhalten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Südpfalz (BUND), der gegen die geplante Änderung der Baufenster Widerspruch bei der Verbandsgemeinde eingelegt hatte (wir berichteten am Dienstage). Obwohl die Stellungnahme nach Ablauf der Frist eingegangen sei, befasste sich der Rat dennoch damit. Ärgerlich sei, dass der BUND in die bisherigen Verhandlungen einbezogen gewesen sei und nun in der Öffentlichkeit mit falschen Behauptungen die Gefühle von Menschen zu erreichen versuche, sagte Pautler, der hinzufügte: "Dieses Verhalten ist unseriös und geht weit unter die Gürtellinie". Mit der Änderung der Baufenster werde nicht in das Naturschutzgebiet eingegriffen.

Hermann Lauweh und Werner Theilmann als Vorhabenträger gingen vor dem Rat noch einmal auf die Gründe für den Bau der Unterstellhalle ein. Lauweh wies ausdrücklich darauf hin, dass die Halle ausschließlich für die bereits vorhandenen Segelflugzeuge der Mitglieder zur Verfügung stehe und wies damit alle vom BUND angestellten Spekulationen im Zusammenhang mit der Schließung von zwei Flugplätzen im süddeutschen Raum verbundene Suche nach Unterstellkapazitäten zurück. Der Rat wies die Bedenken zurück und beschloss einstimmig, dass der geänderte Bebauungsplan erneut offen gelegt wird. Dabei gehe es nicht mehr um die eigentliche Änderung, Widersprüche seien nur noch gegen die Reduzierung der Hallenfläche möglich, sagte Pautler.
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Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Freitag, 18. Okt , 03:45 Uhr


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