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28.02.2006Leserbrief: "Lärmbeisszange" für die Knielinger mit der 2. Rheinbrücke und der Nordtangente
Ein Tunnel für die Nordtangente oder
"tiefer-gelegt", vom ICE- Bahngleis bei Hagsfeld bis
zur B36 beim Karlsruher Klärwerk, dass ist die Lösung um die
Planungen der Nordtangente, vom Autobahnanschluss Hagsfeld in
Richtung 2. Rheinbrücke voran zu treiben. Zwischen Neureut und der
Nordweststadt sind bereits zwei vorhandene Brücken für die Stadtbahn
nach Linkenheim und für die B36 so ausgeführt, dass eine
Nordtangente "tiefer-gelegt" hindurchgeführt werden kann.
Im Stadteilbereich Knielingen führt dann der Trassenverlauf
ebenerdig ins Tiefgestade der Rheinniederung zur geplanten 2.
Rheinbrücke zwischen der Papierfabrik und der Ölindustrie. Der
größte Teil Knielingens liegt auf dem Hochgestade!
Die Knielinger schauen von oben auf die geplante
Nordtangententrasse.
Ein bereits bekannter Schritt um den Stadtteil Knielingen fest in
der "Lärmbeisszange" aufzunehmen .
"Eine umweltschonende, menschenverträgliche und planungsrechtlich
sichere Variante", so sieht es Ingo Wellenreuther MDB.
Die Meinung der Politik ist uns allen hinreichend bekannt.
Hören die
Nordtangentenplanungen an der Landesgrenze Rheinland Pfalz auf?
Wir lesen relativ wenig über den Trassenverlauf und
die 2. Rheinbrücke auf der Pfälzer Seite.
In Rheinland-Pfalz werden die Pläne für eine zweite
Rheinbrücke bei Wörth immer konkreter. Nach der Vorlage eines
Gutachtens zur Umweltverträglichkeit läuft mittlerweile das
Raumordnungsverfahren, in dem zwei Rheinbrücken-Varianten abgewogen
werden - ein Brückenneubau parallel zur bestehenden Brücke und eine
neue Nord-Brücke zwischen der Papier- und Ölindustrie, die sich von
den Toren Knielingens am Ölkreuz der Südtangente bündeln.
Vor Ort dreht sich alles um die Frage, wie sich verschiedene Trassen zu den Brückenvarianten auf die Verkehrsbelastung der umliegenden Orte auswirken werden.
Am heute schon verkehrsüberlasteten
Wörther Kreuz ( A 65 ) soll über die "Hagenbach-Variante"
an die rechtsrheinische französische Autobahn CD 300
angeschlossen werden. Die nördliche Anbindung zur zweiten
Rheinbrücke in der Höhe von Jockgrim (B 9) soll eine große
Entlastung für das Wörter Kreuz bringen.
Ca. 27 000 Fahrzeuge sind jetzt auf der neuen zweiten
Rheinbrücke eingeplant.
83 000 Fahrzeuge auf der bestehenden Rheinbrücke runden das Bild
ab. Ohne die Nordtangenten-Lösung mit oder ohne Tunnel bewegen sich
ab 2010 täglich 110 000 Fahrzeuge auf dem Streckenabschnitt
zwischen dem Ölkreuz und dem Ortseingang von Knielingen auf der
Südtangente.
Und hier schließt sich wieder der Kreis. Aufgrund des Raumordnungsverfahrens Rheinland-Pfalz für die Lage einer zweiten Rheinbrücke ist Eile geboten, um die Trassenführung der Nordtangente zeitnah im Karlsruher Norden als Entlastungsstraße zu platzieren.
Wir "Knielinger"
fordern nach wie vor eine 2 Rheinbrücke nördlich der
Raffinerien. Diese Variante wurde Anfang 2004 im Kommunalwahlkampf
von Herrn Wellenreuther als Variante E im Gutachten zur
Umweltverträglichkeit beim Regierungspräsidium aufgenommen und
beurteilt.
In der Studie lesen wir, Zitat: "dass bei dieser Variante E - vor
allem aufgrund der wesentlich längeren Trassenführung, der Lage in
überwiegend freier Landschaft gegenüber den anderen Trassenvarianten
mit wesentlich stärkeren landschaftsökologischen Beeinträchtigungen
zu rechnen ist".
Also, alles nur Wahlkampfgeplänkel? - oder ? und wer denkt an die Knielinger mit ihrer "Lärmbeisszange".
Quelle: Hubert Wenzel, Bürgerverein Knielingen
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail:
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