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17.08.2000BUND zu B9-Ausbauplänen:
Begrenzung und Kontrolle der Geschwindigkeit müssen Vorrang haben. Das vom Mainzer Verkehrsministerium beschlossene Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Unfallhäufigkeit auf der B9 wird vom BUND kritisch beurteilt.
"Wie die in der jüngeren Zeit aufgetretenen schweren Unfälle auf der B9 zwischen Wörth und Germersheim beweisen, ist die Verbesserung des Ausbauzustands einer Straße keine Garantie für die Erhöhung der Verkehrssicherheit", so Johannes Becker vom BUND Kreis Germersheim. "Die vom Verkehrsministerium geplanten Ausbaumaßnahmen bergen die Gefahr, dass auf der B9 durch den Bienwald zukünftig noch schneller gefahren wird und die Belastung mit Fahrzeugen, insbesondere mit LKWs weiter zunimmt.
Dadurch kann die Unfallwahrscheinlichkeit sogar wieder zunehmen." Vorrang vor allen anderen Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen auf der B9 zwischen Kandel und dem Grenzübergang müssen daher nach Ansicht des BUND Geschwindigkeitsbegrenzungen und fest installierte Kontrollen sowie z.B. die Einrichtung von Ampelschaltungen haben.
Eine Änderung der Vorfahrtsregelung bei Kandel-Süd lehnt der BUND ab. Die Passage durch den Bienwald soll verkehrssicherer werden, ohne dass gleichzeitig eine Schleuse für den internationalen Fernverkehr mit all seinen negativen Auswirkungen auf den Bienwald und auf die Lebensqualität der Menschen in der Region geöffnet wird. Auf keinen Fall wird der BUND Maßnahmen akzeptieren, die darauf zielen, die B9 nach "Salamitaktik" mittel- bis langfristig zur Autobahn auszubauen.
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
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