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14.12.2006Von „Vätern des Erfolges“ und „gekriegten Kurven“
Der BUND legt größten Wert auf die Feststellung, dass die
erfolgreich zustande gekommene Vereinbarung zu einer
verkehrssicheren Lösung beim Ausbau der B 9 in erster Linie
zurückzuführen ist auf die ausdauernde Knochenarbeit der
Bürgerinitiative
Bienwald
und die Unterstützung durch eine ganze Reihe weiterer
Umweltverbände.
Es musste hierfür auch Beträchtliches an finanziellen Opfern
geleistet werden. Da die BI aus rechtlich-formalen Gründen nicht
klagen konnte, hat der BUND Rheinland-Pfalz die rechtlichen
Auseinandersetzungen übernehmen müssen.
Von Anfang an und schon immer wollten BI und BUND einen verkehrssicheren Ausbau des B 9-Abschnittes und nicht lediglich einen „verkehrsgerechten“ Ausbau. Wir hätten vielleicht bereits heute den Zustand einer wesentlich sichereren B 9, wenn sich die Behörden sofort und ohne rechtliches Hin und Her auf die Sicherheitsvorschläge der BI und der Umweltschützer eingelassen hätten; deren Vorstellungen wurden ja ausführlich und nachdrücklich genug - durchaus schon in einer frühen Phase - ins Gespräch gebracht. Den „Sieg der Vernunft“ hätte man um einiges frühzeitiger haben können.
Unverständlich bleibt vor diesem Hintergrund, wieso der klagende
BUND (gemeinsam mit seinen Mitstreitern) „gerade noch mal die Kurve
gekriegt“ haben soll und wieso man mit seinem Beharren auf
Verkehrssicherheit auf der B 9 in Gefahr war,
„alle Sympathien zu verscherzen“.
Ist nicht eher die unter dem Damoklesschwert einer Klage stehende
Partei mit ihren Konzessionen an das Sicherheitsbedürfnis der
Verkehrsteilnehmer diejenige, die
„gerade noch mal die Kurve gekriegt“
hat?
Von der RHEINPFALZ richtig festgestellt wird, dass
„noch mehr Anstrengungen für einen sicheren Verkehr nicht schaden“
können. So besteht – über das Erreichte hinaus - Konsens der
Umweltschützer mit dem Germersheimer Landrat, der Stadt Wörth und
der Verbandsgemeinde Kandel, dass ein
Verbot von Gefahrgut im Transit
auf der Bienwald-B 9 kommen muss.
Hierbei ist ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, dass sich
das Gefahrgut, dem die B 9 untersagt bleibt, nicht ökologisch noch
wesentlich riskantere Wege durch die Region suchen wird.
Abseits der Frage, wer schließlich „die Kurve gekriegt hat“, muss Dankbarkeit sein für die Aussicht, dass es in hoffentlich absehbarer Zeit zu wesentlich weniger menschliche Tragödien auf der Bienwaldstrecke kommen wird.
Quelle: BUND Rheinland-Pfalz
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Südpfalz
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