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05.12.2005

Lückenschlussproblem Zweite Rheinbrücke - Raum Landau

Auf dass niemand sage, er sei nicht gewarnt worden!


BUND, Pollichia und SÜDPFALZ MOBIL verlangen von Politik und Planern, endlich die ungelösten Probleme zur Kenntnis zu nehmen, die eine nördlich verlaufende Zweite Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth für das Abfließen des von der projektierten Nordtangente Karlsruhe (B 10 neu) in die Südpfalz herangeführten Verkehrs im Einzelnen aufwirft.
Die Organisationen fordern daher eine entsprechende Verkehrsuntersuchung.
Während sich anderwärts Bürger und Kommunen immer heftiger gegen die Zumutungen des Straßenverkehrs zur Wehr setzen, scheinen einige Südpfälzer Kommunen  die zu befürchtende Attacke auf ihre Wohn- und Lebensqualität direkt herbeizusehnen.
Nur zu behaupten, es werde keine Verkehrszunahme geben, ist ein bisschen wenig.

Dieser Umstand erklärt möglicherweise, warum die betroffenen Gemeinden einem Konzept des "Regionalen Raumordnungsplanes Rheinpfalz 2004" ausnahmslos zustimmen konnten, das durch Hochstufung der Kreisstraßen K 44 und K 10 zu "regionalen Straßen" in Verbindung mit der L 542 ein Straßensystem Landau - Offenbach - Herxheim - Hatzenbühl - Jockgrim - B 9  -  genau in Parallele zur A 65  -  vorsieht  -  mit Auswirkungen bis zur B 272 bei Essingen und Landau Nord.
Einzig bei Herxheim wäre eine Ortsumfahrung mit Autobahnanschluss gegeben.

Damit wird zwangsläufig ein Ortsumfahrungsproblem heraufbeschworen, das nicht einfach wegdiskutiert werden kann.
Um die Wucht der auf die Bürger zukommenden Probleme sich vorstellen zu können, sollte man sich folgende Hintergründe vor Augen führen:

Vor diesem Gesamtszenario bleibt es unverständlich, wieso den Bürgern erklärt und von den Gemeinderäten der betroffenen Gemeinden geglaubt werden kann, dass kein zusätzlicher Verkehr in ihre Dörfer gelangen wird. Ebenso auf Unverständnis stößt, dass es seitens der Verkehrspolitik keine Verkehrsuntersuchung über die Auswirkungen des neuen Regionalen Raumordnungsplanes und einer Zweiten Rheinbrücke gibt.
Wie beispielsweise Jockgrim und seine gerade mal 6 Meter breite Ortsrandstraße mit dem hiermit einhergehenden Anschwellen des Schwerlastverkehrs fertig werden sollen, scheint bis jetzt noch niemandem eine Frage oder gar eine Untersuchung wert gewesen zu sein.

Es scheint, als verführe man nach der Devise "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" oder "Einen Verkehr, den ich nicht untersuche, den wird es auch nicht geben" .
Die Stellungnahme der drei Verbände zielt dahin, dass niemand sagen kann, er sei nicht rechtzeitig gewarnt worden.

Quelle: BUND Rheinland-Pfalz


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Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

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