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aktualisiert: 08.06.04
Verkehrspolitik quo vadis?
Nicht unerwartet sind die Verkehrsströme ausgangs des Jahrtausends in Rheinland-Pfalz zu einem alle Lebensbereiche belastenden Problem geworden.
Der Personenverkehr leidet in der
motorisiert-individuellen Variante vielerorts unter verstopften Straßen und
autoüberfüllten Ballungszentren. Nur knapp entgeht das Land dem Kollaps im
PKW-Verkehr.
Der bedrohlichere Engpass in der Umwelt- und Verkehrspolitik ist, so zeigt es
sich jetzt, der schwere Güterverkehr und dessen künftige Bewältigung.
Rheinland-Pfalz ist das am stärksten
durch Schwerverkehr belastete Transitland Europas. Längs der Rheinachse fließen
drei Güterverkehrsströme des Nord-Süd-Verkehrs auf engem Raum und im Rheintal
zusammen:
Die Autobahnen A3 und A61, die beiden Schienenstrecken im Rheintal
sowie der Schiffsverkehr auf dem Rhein.
Im West-Ostverkehr liegt die Schneise der A6 und - geht es nach dem
Willen der Politiker - soll bald ein neuer Transitkorridor, die A60/B50 NEU,
das Land von Nordwest nach Süden durchschneiden.
Jetzt schon sind die Verkehrswege in Rheinland-Pfalz durch den sich hier drängenden Schwerverkehr hoch belastet. Darüber hinaus werden drastische Zunahmen des LKW-Verkehrs vorausgesagt, wenn die Verantwortlichen weiter untätig bleiben.
Hinzu kommen zahlreiche zivile und militärische Luftstrassen, die über unser Territorium führen, sowie ein dramatischer Anstieg des Luftverkehrs mit all seinen Begleiterscheinungen (Lärm, Luftverschmutzung, Bodenverseuchung durch Kerosin, Zerstörung der Ozonschicht usw.)
Ausblick
Hierzulande bestehen ausreichende technische, planerische und finanzielle Potentiale, um im 21. Jahrhundert für Verkehrssysteme zu sorgen, die sowohl den Ansprüchen der Mobilität als auch den Anforderungen einer intakten Umwelt gerecht werden. Gefragt ist jedoch ein Umdenken der Planungsverantwortlichen und vor allem ein Abgehen vom immer noch vorherrschenden Denken in Sektoren, die nach allgemein anerkanntem Wissensstand längst als vernetztes System zu behandeln sind.
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de
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