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16.10.02
Wo soll geplante Westspange verlaufen?
BELLHEIM: Ausschuss erste
Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgestellt - Vier Varianten diskutiert
"Für den Bau einer Westspange lagen die Ergebnisse einer Verkehrs- und
Linienuntersuchung des Straßen- und Verkehrsamtes Speyer vor. Erste
landespflegerische Erhebungen ergaben, dass der Landschaftsraum aus
ökologischer Sicht als hochwertig gegenüber Eingriffen einzustufen sei."
Das teilte auf Anfrage die Gemeindeverwaltung Bellheim der RHEINPFALZ mit.
Um eine zeitnahe Realisierung der Maßnahme zu erreichen, sei
vom Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen vorgeschlagen worden, die
notwendigen ökologischen Erhebungen beziehungsweise Gutachten von der Gemeinde
zu vergeben mit dem Ziel, das Baurecht für eine Westspange Bellheim über einen
Bebauungsplan zu erreichen.
Daraufhin beauftragte die Gemeinde Bellheim das Büro Miess + Miess aus
Karlsruhe, die entsprechenden Sondergutachten zu erarbeiten und die Aspekte der
Umweltverträglichkeit sowie des Flora-Fauna-Habitat (FFH)- und Vogelschutzes zu
berücksichtigen.
Zwischenzeitlich liegen nach Mitteilung der Verwaltung die ersten Ergebnisse
der FFH- und Vogelschutzuntersuchungen vor. Die wurden in der jüngsten Sitzung
des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Bellheim den Ausschussmitgliedern
vorgestellt.
Danach führen die Trassenvariante1 mit Anbindung an den Stadion-Kreisel
beziehungsweise die Postgrabenstraße, die Trassenvariante 2 mit Anbindung in
Höhe der Zeiskamer Straße beziehungsweise des Denkmalwegs und die
Trassenvariante 3 mit Anbindung zirka 150 Meter nördlich der Variante 2
teilweise durch FFH-Flächen, Vogelschutzgebiete, Biotopflächen und Wald.
An die Landstraße 509 zwischen den Gemeinden Knittelsheim und Bellheim war nach
Mitteilung der Gemeindeverwaltung Bellheim der Anschlusspunkt westlich des in
Richtung Norden ziehenden Wirtschafts-/Radweges vorgesehen.
Gerade die Anbindung an die Landstraße führe aber nach Aussage von Planerin
Miess durch sensiblere Bereiche. Aus diesem Grund wird für die weitere Prüfung
versucht, die in diesem Bereich zusammenführenden Trassen 1 bis 3 auf dem
Teilstück in Süd-Nordrichtung auf den bereits befestigten Wirtschaftsweg zu
verlegen. Der Eingriff in Natur und Landschaft wäre dadurch wesentlich
reduziert.
Neben diesen drei modifizierten Trassenführungen soll laut Gemeindeverwaltung
eine weitere, vierte Variante geprüft werden. Diese führt südlich des
Spiegelbaches mit einer Verschwenkung zur Grillhütte in Richtung Süden sowie
einer weiteren Verschwenkung zum Altbach in Richtung Westen auf die
beschriebenen Varianten 1 bis 3 zu.
Auf der Grundlage der in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
festgelegten Varianten wird das Fachbüro Miess + Miess die
Umweltverträglichkeitsuntersuchung weiterführen, teilte die Gemeindeverwaltung
Bellheim weiter mit. Neben verkehrsfachlichen Beurteilungen soll als nächstes
ein so genannter Scoping-Termin stattfinden. Bei diesem Termin soll nach
Angaben der Gemeindeverwaltung "mit berührten Trägern" der Untersuchungsumfang
abgestimmt werden. Es werde angestrebt, die Untersuchung bis Mitte nächsten
Jahres abzuschließen.
Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Mittwoch, 16. Okt , 08:30 Uhr
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