Aktualisiert am 27.11.07 RSi

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B10

"Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten."

"Lärm und Gestank machen uns krank!",

"Das Mass ist voll!"

Diese immer wieder bei Protestkundgebungen bekundeten Meinungsäußerungen betroffener Bürger zeigen, dass die akuten Verkehrsprobleme nicht mit noch mehr Strassen zu lösen sind und schon gar nicht gegen den breiten Widerstand der Bevölkerung.

Diese Erkenntnis will sich bei Politikern und Verkehrsplanern offensichtlich noch nicht so recht durchsetzen.

Es ist mittlerweile 5 vor 12, die Bürger wollen ein anderes Mobilitätskonzept und es wird höchste Zeit, dass der Politik signalisiert wird:

"Eine Region wehrt sich!"

Fakt ist, dass gerade unsere Gegend mit zahlreichen Raumordnungsverfahren regelrecht überschwemmt wird:

Sollten diese Projekte realisiert werden, so sieht es mit der Straßendichte in unserer Region in 10 bis 15 Jahren in etwa so aus wie derzeit im Industriegebiet Mannheim / Ludwigshafen, gigantische Zuwächse an Fahrzeugen wären die Folge.

Von Erholungswert, Ruhe und reizvoller Landschaft wird dann wohl keine Rede mehr sein.
Die Menschen in der Pfalz würden dann das gleiche Schicksal erleiden wie z. B. die von Lärm- und Gestank geplagten Anwohner des Gotthardt-Tunnels. Die Menschen dort würden keinen Quadratzentimeter Bodens mehr für den Straßenbau verkaufen, wenn Ihnen damals bewusst gewesen wäre, was auf sie zurollen wird.

Der Bevölkerung wird mit vagen Zahlen eine vermeintliche Entlastung ihrer z. T. stark befahrenen Ortsdurchfahrten versprochen, die erfahrungsgemäß nicht in diesem Masse eintritt. Letztendlich bewegen sich jedoch nach unserer Auffassung alle diese Planungen in einem größeren europaweiten Kontext, der jedoch von der Politik gegenüber den Betroffenen nicht offen angesprochen wird. Die chronisch verstopfte rechtsrheinische Nord-Süd-Achse für europäischen Fern- / und Schwerverkehr soll durch eine linksrheinische Trasse erweitert werden. Anstelle von Entlastung erhalten die Bewohner unserer Region zusätzliche Verkehrsströme, die zu einer großflächigen Verlärmung und zur Zerstörung von Lebensräumen und Lebensqualität führt.

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Artikel zu einzelnen Straßenverkehrsprojekten:


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Maßnahmen im Fernstraßenbau

Während für den Bau neuer Schienengüterstrecken wie für die Sanierung und Erhaltung vorhandener von einem völligen Versagen von Bund und Land zu sprechen ist, hat für die Errichtung neuer LKW-Trassen eine kaum zu begründende, hektische Aktivität im Land eingesetzt.

Bezeichnend ist, dass sich der Bund hinsichtlich der Fortführung der A60 über den Hochmoselübergang und die neue B50 sehr bedeckt hält. Es ist ihm wohl bekannt, dass schon die verkehrspolitischen Voraussetzungen und noch viel mehr die Umweltfolgen gegen dieses Vorhaben sprechen.*

Folgt man den Befürwortern, so soll mit aller Macht eine vierte LKW-Trasse durch Rheinland-Pfalz geschlagen werden: Neben der A3, der A61 und der A1-B51. Dem Schwer-LKW-Verkehr aus den Benelux-Ländern möchte man den Transit erleichtern.

Würde dieses Vorhaben verwirklicht, so wäre der allgemein und gesetzlich postulierte Vorrang der Schiene (§ 3 Eisenbahngesetz) endgültig Makulatur geworden und der zu erwartenden LKW-Schwemme noch mehr Tür und Tor geöffnet.

Der BUND wird sich notfalls im Klagewege dafür einsetzen, dass die Erhaltung verträglicher klimatischer Verhältnisse, die seit längerem Schutzgut der Gesetze* sind, jetzt endlich von den Durchführungsorganen ernst genommen wird.

Auch müssen die gesetzlichen Vorschriften bei Vorhaben dieser Art befolgt werden, die Gesamtemissionen an Luftverunreinigungen und Lärm, aber auch die Gesamtauswirkungen auf die Bodeninanspruchnahme sind zu ermitteln und anzugeben.

Die Salamitaktik der Behörden, sich bei der Beurteilung der Umweltschäden von Straßenabschnitt zu Straßenabschnitt fortzuschleppen, ist der Schwere der Eingriffe nicht angemessen.

Straßenprojekte 2001 / 2002:                

Bedarfsplan Bundesfernstrassen 1992:    

Zum Vergrößern der beiden Grafiken diese bitte jeweils anklicken!

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Allgemeine Artikel zum Thema Straßenverkehr in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

30.01.2007 Bürger fordern anderes Verkehrskonzept: Zwei Dutzend Organisationen gründen „AG Pamina Mobil“
Wieso kaum Geld für Öffentlichen Verkehr, aber Hunderte Millionen für Straßenbau?

Die Südpfalz braucht ein in sich stimmiges Verkehrskonzept anstatt einer Ansammlung von Straßenprojekten, die nur die Herstellung eines Verkehrskreuzes im europaweiten LKW-Transit bezwecken. Die geplante Zupflasterung einer einzigartigen Tourismusregion mit Fernstraßen ist menschenfeindlich, macht krank, vernichtet Landschaft und bringt der regionalen Wirtschaft überhaupt nichts. ...

02.10.2006 EU-Urteil zu Autobahnbau: BUND fordert Land zu verkehrspolitischer Neubesinnung auf
Mehrere Fernstraßenprojekte in Rheinland-Pfalz fraglich geworden

Eine Reihe rheinland-pfälzischer Fernstraßenprojekte dürfte nach Ansicht des BUND Rheinland-Pfalz fraglich geworden sein durch ein soeben ergangenes Urteil des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg, das die EU-Mitgliedsstaaten mit strengen Anforderungen bei Eingriffen in Naturräume konfrontiert. ...

18.04.2005 VCD-Fragebogen zur Mautflucht

Fragebogen ausfüllen und per Fax an: (030) 280351-10. Oder per Post an: VCD-Bundesgeschäftsstelle, z. Hd. Heidi Tischmann, Kochstraße 27, 10969 Berlin. Sie finden den Fragebogen auch unter: www.vcd.org

15.02.2005 AUTOFASTEN 2005 vom 20. Februar bis 20. März: Heilsam in Bewegung kommen
Rede von Ulrich Mohr am 09.02.2005 in Speyer

"... Es geht nicht um die Erstarrung in einem Anti-Auto-Fundamentalismus. Es geht lediglich um ein Mehr an Rationalität im Umgang mit dem „Entfernungsüberwindungsutensil“ Auto. Wir sind nicht Johannes der Täufer, wir gehen nicht im härenen Gewand und wir ernähren uns für gewöhnlich auch nicht von Heuschrecken. ..."

22.04.2004



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"Bei Straßenbau Denkweise wie in den 50er Jahren"

Verkehrsexperte: Straßenplaner sollen auf regionalen Verkehr schauen - Landauer Fraktionen bekräftigen Nein zu B-10-Ausbau

Verkehrsplaner müssten umdenken, sagte am Montag Professor Dr. Heiner Monheim bei einer Diskussionsveranstaltung in Landau. Der Hochschullehrer für angewandte Geografie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Uni Trier hielt den Planern vor, dass sie vor allem den regionalen Verkehr im Auge behalten müssten. ...

21.01.2004

Stolpe vergeudet Milliarden - BUND fordert Reform der Verkehrsplanung
"Schwarzbuch Fernstraßenbau" erschienen

... Trotz Mautdesaster, überschuldeter öffentlicher Haushalte und einer zunehmend desolaten Verkehrsinfrastruktur plane die Bundesregierung, bis 2015 rund 32 Milliarden € für den Neu- und Ausbau von Straßenverbindungen auszugeben. ...

12.10.2003


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LKW-Maut: Folgen für die Südpfalz
Mainz und Berlin müssen etwas tun!

Der BUND sieht sich durch die Befürchtungen des neu gegründeten Zweckverbandes PAMINA zu den Auswirkungen der bevorstehenden LKW-Maut auf das Verkehrsgeschehen in der Südpfalz in seinen Positionen bestätigt. ...

04.08.2003

Strassennetz Rheinland-Pfalz Spitzenreiter

18 411 Kilometer für Verkehr

Bezogen auf die Landesfläche hat Rheinland-Pfalz das längste überörtliche Straßennetz aller Bundesländer: ...

12.05.2003 Autofahrer meiden die Zapfsäule, Benzinmarkt schrumpft

Die Autofahrer in Deutschland halten sich seit einigen Monaten beim Tanken stärker zurück. Der Benzinabsatz habe sich in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,1 Prozent auf 5,8 Mio. Tonnen verringert, teilte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) mit....

28.04.2003 Internationaler Tag des Lärms am 30. April 2003: Wochenendfahrverbot für LKW halten!
BUND-Vorsitzende schreibt an Beck

"Setzen Sie sich .. auf Bundes- wie auf Europaebene ein für die Beibehaltung des europaweiten Samstags- und Sonntagsfahrverbotes für LKW", schreibt BUND-Landesvorsitzende Heidelind Weidemann an Ministerpräsident Beck anlässlich des internationalen Tages gegen Lärm. Der LKW sei "mit Abstand die schlimmste Lärmquelle für eine zunehmend lärmgeplagte Bevölkerung". ...

04.12.2002



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Stellungnahme zur Änderung des Landesentwicklungsprogramms Rheinland-Pfalz 1995
BUND: Autobahn-Lückenschluß im LEP III streichen!

... Bei allen Autobahnvarianten sind durch die erwartete Steigerung des Verkehrsaufkommens und die absehbaren neuen Verkehrsverlagerungen in den inneren Bereich des Bienwaldes nicht ausgleichbare gravierende Schäden für das Gesamtsystem zu erwarten. ...
05.10.2002 Alsace Nature ruft auf zur Demonstration am 5. Oktober 2002 auf der Europabrücke von 10 bis 12 Uhr
16.09.2002

Verkehrswegeplanung für europäische Transitstrecken in der Vorderpfalz und im Biosphärenreservat Pfälzer Wald

... Was allerdings für die Vorderpfalz und das Biosphärenreservat in Planung ist, gleicht einem Horrorszenario. Eine Verkehrslawine von gigantischem Ausmaß würde die Vorderpfalz und das Biosphärenreservat Pfälzer Wald überrollen. Sollten diese Vorstellungen der Verkehrsplaner in die Realität umgesetzt werden, käme dies einer Zerstörung dieser wertvollen Region gleich...

08.04.2002 Resolution von Knielingen
Resolution für eine zukunftsfähige Verkehrsentwicklung in der Region

Werden auch Sie aktiv, machen Sie bitte mit! Helfen Sie uns bitte unsere und auch Ihre Landschaft und die unserer Kinder vor der Zerstörung zu bewahren! Laden Sie sich das Anschreiben und die Resolution herunter!
Verbreiten
Sie das Anschreiben und die Resolution! Unterzeichnen auch Sie die Resolution von Knielingen!

Download des Anschreibens als WORD-Dokument mit Logos (418 kByte)
Download des Anschreibens als WORD-Dokument ohne Logos (28,5 kByte)
Download der Resolution als WORD-Dokument (42 kByte)

17.01.2002

Verkehrsplanung in der Südpfalz: "Den Leuten reicht´s"
Was Politik nicht tut:
Umweltschützer leisten Zusammenschau einzelner Straßenprojekte

Nachdem rechtsrheinisch offenbar nichts mehr geht, wird nun der linksrheinische Raum zum Dorado der Straßenplaner. Ganz besonders zu spüren bekommt dies derzeit die Südpfalz. ...

01.10.2001


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Verkehrsalbtraum am mittleren Oberrhein

Etwa vier geplante "Lückenschlüsse" im Straßenbau werden der Region Oberrhein, insbesondere dem Raum Wörth, einen albtraumartigen Quantensprung in der Verkehrsbelastung bescheren. Nicht die versprochenen Entlastungen würden eintreten, vielmehr würden enorme neue Verkehrsströme ins Land geschleust werden. ...

30.09.2001 Die Region verträgt keinen weiteren Fern- und Schwerverkehr!

... Die "Bürgerinitiative gegen den vierspurigen Ausbau der B-10", verwies auf die prognostizierte Erhöhung des Verkehrsaufkommens von z. Z. noch etwa 20.000 Kfz pro Tag auf bis zu 45.000 Kfz bei Realisierung des vierspurigen Ausbaus zwischen Pirmasens und Landau. Ein Großteil des zusätzlichen Verkehrsaufkommens würde voraussichtlich über die A 65 in Richtung Wörth / Karlsruhe fließen. ...

16.08.2001 LKW-Maut, BUND befürchtet Lkw-Lawine:

Ausweitung der Schwerverkehrsabgabe auf Bundesstraßen gefordert – Rheinland-Pfalz soll Bundesratsinitiative starten

... Der BUND befürchtet aber eine umfangreiche Verlagerung des LKW-Verkehrs auf gut ausgebaute Bundesstraßen, wenn die Maut ausschließlich auf Autobahnen beschränkt bleibt. ...

25.05.2000

"Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten"

ALSACE NATURE und BUND fordern Verkehrswende in der nördlichen Oberrheinregion. "Die nördliche Oberrheinregion wird im Straßenverkehr ersticken!". Mit dieser Warnung versuchten im grenznahen Neulauterburg Vertreter der elsässischen Umweltorganisation ALSACE NATURE sowie südpfälzische und badische BUND-Vertreter gemeinsam, die Öffentlichkeit zu alarmieren. ...


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail:

regionalbuero@bund-pfalz.de

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