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10.05.2005

 

Engagierte Meinungsäußerung einer Bewohnerin aus Bad Bergzabern zum Tunnelprojekt und sanften Tourismus

 

"Grüß Gott, liebe Leute!
Ja grüß Gott, denn wer hat die Natur erschaffen und uns? Können wir ohne die Natur überleben?
NEIN! NEIN! Und nochmals Nein!
 

Wir sagen alle, wir lieben die Natur, aber sind wir bereit auf etwas zu verzichten, z.B. mit dem Auto direkt in den Wald zu fahren, um einen Spaziergang zu machen?

JA! Ich ja, wenn mir die Möglichkeit gegeben wird, mit dem Bus oder Zug in den Pfälzer Wald zu kommen.
Der Pfälzer Waldverein organisiert herrliche Waldwanderungen. Es gibt schöne Lokale und Gaststätten, die leicht zu erwandern sind.

 

Ich brauche nicht in ein Fitness-Studio gehen und mich quälen, um schön und gesund zu werden.
Ich gehe in den Pfälzer Wald, tanke frische Luft, höre die Vögel zwitschern, manchmal sehe ich sogar einen Hasen oder ein Reh.
Der Pfälzer Wald ist meine zweite Heimat geworden.
 

Es gibt keinen zwingenden Grund, die Tunnel-Umgehung zu bauen, wenn jeder Pfälzer, der weitsichtig genug ist, zu sehen, was passiert, wenn das Projekt verwirklicht wird, nämlich weiterer Tod und Sterben von Waldgebieten, wilden Pflanzen und Tieren, noch mehr Zerstückelung von zusammenhängenden Waldgebieten, die schon mächtig angeschlagen sind durch schlechte Pflege, durch kurzsichtige Sparmaßnahmen des Landes und durch falsches Management der zuständigen Stellen.

 

Es wird hier im Land nicht genug miteinander gearbeitet, sondern sich das Leben unnütz erschwert durch Gesetze z. T. noch aus dem Bismarkreich.
Unsere Gesetze sind jedoch längst überholt von einem globalen Denken, das dem Gegenstück entspricht was man gemeinhin unter Globalisierung versteht.

 

Die weltweite Vernetzung hat längst stattgefunden. Die Jugend ist weiter als wir Eltern. Warum nutzen wir nicht das Wissen der Jugend? Und kombinieren es mit unserer Lebenserfahrung? Unsere Eltern wussten viel aus der Beobachtung in der Natur, lebendige Wissenschaft. Nicht aus dem Reagenzglas. Von Generation zu Generation wurde das Wissen weitergegeben und erweitert.

 

Das Wissen ist heute nicht falscher als früher.

Brauchen wir nicht unser Wissen aus der ersten Klasse, wenn wir an der Uni studieren?

Ethische und moralische Werte sind heute noch genauso wichtig wie früher.
Kurzfristiger  Kommerz für einige wenige zum Schaden der Mehrheit ist in einer Demokratie von heute nicht mehr vertretbar gegenüber uns Bürgern.

 

Alternativen sind gefragt, z. B. sanfter Tourismus!!!
Mitverantwortung von jedem in seinem Bereich und mit seinen Möglichkeiten, damit nicht wenige Tätige sich total überarbeiten und krank werden oder sogar verzweifeln.

Zusammenarbeit mit dem Nächsten. Erlernung vom Beratungsprinzip. Einer für alle, alle für einen.
Leben einzeln und  allein wie ein Baum und gemeinsam wie ein Wald.

 

Dadurch werden Arbeitsplätze nicht wegrationalisiert sondern geschaffen.

Es gibt so viel zu tun!

Wir brauchen Waldarbeiter, die den Wald aufräumen, z. B. Leute aus Polen, Russland, die hier arbeitslos sind und das noch können, Leute für die Gaststätten zum Bedienen.

Leute, die die Busse fahren und die Züge. Leute, die die Natur verschönen und regenerieren usw.

Leute, die die Stadtmenschen liebevoll und humorvoll aufklären und neues Bewusstsein schaffen, damit sie auch ihre Städte wieder in lebenswerte Lebensräume umwandeln, siehe Hundertwasser oder Projekte in Berlin.

 

40.ooo.ooo €!!! Und nach Schätzungen wird das am Ende nicht mal ausreichen!

 

Was kann man damit alles Gutes schaffen! Wir fordern das Geld für unsere Projekte einer nachhaltigen Ökologie und eines sanften Tourismus!
Es ist unser Geld, das wir mündige Bürger zur richtigen Verwaltung an die Regierung gegeben haben.
Wir fordern es jetzt für diese sinnvollen Projekte zum Nutzen der Bürger der Südlichen Weinstraße und der Zukunft aller  Menschen, die für ein besseres Leben eintreten! Wir sind bereit, uns voll dafür einzusetzen.

 

Reinhold Messmer hat schon viele Erfahrungen mit seinem sanften Tourismus in den Voralpen gesammelt, nachdem es mit der Brennerautobahn gründlich in die Hosen gegangen ist. Bayern hat Erfahrungen.
Wollen wir nicht von diesen kompetenten Leuten lernen?

Müssen wir immer wieder die gleichen bitteren Erfahrungen machen und Leben zerstören anstatt aufzubauen?

Wie lange müssen wir noch unter der Willkürherrschaft einiger weniger leiden?

 

Wenn ich schon leiden muss, dann nicht mehr umsonst sondern für die richtige Sache, die sich schon mehrfach bewiesen hat.
Ich dulde nicht mehr die Zerstörung der Erde wg. kurzfristigem Kommerz einiger weniger.

 

Anke Straub

Trillerstr. 8, 76887 Bad Bergzabern, Tel. 06343/ 700355 (ab 19.00 Uhr)

 

Wer hilft mit, unsere schöne Pfalz zu erhalten?"


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de

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