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01.08.2005

 

Leserbrief zum Rheinpfalz-Artikel vom 26. Juli 2005: "CDU: Tunnel wichtig für Zukunft der Stadt"

Wichmann stellt sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bad Bergzaberner Stadtrat, Herr Matthias Wichmann, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus, indem er die BI und deren Sprecher Lind und Jung versucht zu kritisieren.

Wie wichtig der Tunnel für die Stadt ist, belegt allein schon die Tatsache, dass am Erörterungstermin, der über 19 Stunden auf zwei Tage verteilt, stattfand, kein offizieller Vertreter der Stadt, des Stadtrates oder deren Fraktionsvorsitzenden teilnahm, obwohl alle öffentlich eingeladen wurden.
Auf die Frage von Herrn Probstfeld von der Anhörungsbehörde zum Beginn der Veranstaltung meldete sich verwundert niemand zu Wort, obwohl „einige“ Leute anscheinend im Saal waren. Lind und Jung hingegen haben für diesen wichtigen Termin jeweils zwei Urlaubstage genommen, um die Interessen der mittlerweile über 150 Mitglieder starken BI zu vertreten.
 

„Herr Wichmann kritisiert nur über die Presse, weil er am Erörterungstermin der BI nicht gewachsen war und die starke BI fast noch einen dritten Tag mit der Anhörungsbehörde verhandelte, die Argumente sind uns noch nicht ausgegangen“, so der Vorsitzende der BI Andreas Lind.

„Des weiteren muss ich feststellen, dass nun das Kurparkfest wichtiger ist, als der Tunnel. Der Banner am Schwanenweiher wurde getauscht, jetzt sollen wieder alle Verkehrsteilnehmer durch die Kurtalstraße fahren, dort viel Geld lassen und nach dem Fest teilt man ihnen dann wieder mit, dass man sie nicht in dieser Strasse haben will“ stellt Lind weiter fest, „es muss allen Geschäftsleuten und Festveranstalter deutlich und klar sein, mit dem Tunnel wird man die Leute aus der Stadt komplett vertreiben!“

Weiterhin bleibt festzuhalten, dass nicht die BI die Zahl von 1300 Fahrzeugen ins Spiel brachte, sondern der Verkehrsgutachter der Straßenbaubehörde, der zudem auch mitteilte, dass der Verkehr im allgemeinen rückläufig ist, der Schwerlastverkehr leicht zunimmt, auch wegen der Umfahrung der mautpflichtigen Autobahnen.
„Das alles hätte Herr Wichmann auf dem Erörterungstermin erfahren, wenn er nur gut zugehört hätte oder war er da schon nicht mehr anwesend. Er hätte auch erfahren, dass beim Bau des Tunnels über 5000 Fahrten mit LKW-Baustellenverkehr durch die Kurtalstraße in der vierjährigen Bauzeit rollen, so die Aussagen der Straßenbaubehörde auf dem Anhörungstermin“
widerlegt Lind die Aussagen von Wichmann.

„Ganz entschieden weise ich die Feststellung von Herrn Wichmann zurück, die BI verhindere das letzte Teilstück der Umgehung von Bad Bergzabern“ so Lind, wir verhindern nur das erste Teilstück zum Ausbau der B 427 von Hinterweidenthal nach Kandel zu einer  überregionalen Fernverkehrsachse durch den Wasgau und der Südpfalz mit dem weiteren notwendigen Ausbau der B 38 in Oberotterbach und Schweigen-Rechtenbach. Denn durch den Tunnelbau werden weitere Ausbaumaßnahmen erforderlich und notwendig.“

„Wir haben auch auf dem Erörterungstermin klar Position bezogen und zu Protokoll gegeben, dass wir die 57 Millionen € (Baukosten Tunnel) gerne zum Rückbau der B 427 von Hinterweidenthal bis nach Kandel mit Tempo 30 – Zonen in allen Orten und Städten einschließlich Bad Bergzabern, einer Sperrung des LKW-Tansit-Verkehrs und einer Abstufung der Bundesstrasse zur Landesstrasse verwenden möchten, damit keiner mehr, der an der Strasse wohnt, unter dem Verkehr leiden muss.
Das ist der große Unterschied zu Ihnen, Herr Wichmann, Sie sehen nur die paar Bürger von Bad Bergzabern, wir sehen aber alle Bürger entlang der Strasse (somit auch Ihre) und die in der unmittelbaren Umgebung“
so Lind zum Schluss.

 

Quelle: Andreas Lind, Vorsitzender BI B427 Wasgau / Südpfalz


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