++ [Verkehr - Startseite] ++ [weitere Artikel zu B427] ++
01.08.2005
Leserbrief zum Rheinpfalz-Artikel vom 26. Juli 2005: "CDU: Tunnel wichtig für Zukunft der Stadt"
Wichmann stellt sich selbst ein schlechtes Zeugnis aus
Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bad Bergzaberner Stadtrat, Herr Matthias
Wichmann, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus, indem er die BI und
deren Sprecher Lind und Jung versucht zu kritisieren.
Wie wichtig der Tunnel für die Stadt ist, belegt allein schon die Tatsache,
dass am Erörterungstermin, der über 19 Stunden auf zwei Tage verteilt,
stattfand, kein offizieller Vertreter der Stadt, des Stadtrates oder deren
Fraktionsvorsitzenden teilnahm, obwohl alle öffentlich eingeladen wurden.
Auf die Frage von Herrn Probstfeld von der Anhörungsbehörde zum Beginn der
Veranstaltung meldete sich verwundert niemand zu Wort, obwohl „einige“
Leute anscheinend im Saal waren. Lind und Jung hingegen haben für diesen
wichtigen Termin jeweils zwei Urlaubstage genommen, um die Interessen der
mittlerweile über 150 Mitglieder starken BI zu vertreten.
„Herr Wichmann kritisiert nur über die Presse, weil er am Erörterungstermin der BI nicht
gewachsen war und die starke BI fast noch einen dritten Tag mit der
Anhörungsbehörde verhandelte, die Argumente sind uns noch nicht
ausgegangen“, so der Vorsitzende der BI Andreas Lind.
„Des weiteren muss ich feststellen, dass nun das Kurparkfest wichtiger ist,
als der Tunnel. Der Banner am Schwanenweiher wurde getauscht, jetzt sollen
wieder alle Verkehrsteilnehmer durch die Kurtalstraße fahren, dort viel
Geld lassen und nach dem Fest teilt man ihnen dann wieder mit, dass man sie
nicht in dieser Strasse haben will“ stellt Lind weiter fest, „es muss allen
Geschäftsleuten und Festveranstalter deutlich und klar sein, mit dem Tunnel
wird man die Leute aus der Stadt komplett vertreiben!“
Weiterhin bleibt festzuhalten, dass nicht die BI die Zahl von 1300
Fahrzeugen ins Spiel brachte, sondern der Verkehrsgutachter der
Straßenbaubehörde, der zudem auch mitteilte, dass der Verkehr im
allgemeinen rückläufig ist, der Schwerlastverkehr leicht zunimmt, auch
wegen der Umfahrung der mautpflichtigen Autobahnen.
„Das alles hätte Herr
Wichmann auf dem Erörterungstermin erfahren, wenn er nur gut zugehört hätte
oder war er da schon nicht mehr anwesend. Er hätte auch erfahren, dass beim
Bau des Tunnels über 5000 Fahrten mit LKW-Baustellenverkehr durch die
Kurtalstraße in der vierjährigen Bauzeit rollen, so die Aussagen der
Straßenbaubehörde auf dem Anhörungstermin“ widerlegt Lind die Aussagen von
Wichmann.
„Ganz entschieden weise ich die Feststellung von Herrn Wichmann zurück, die
BI verhindere das letzte Teilstück der Umgehung von Bad Bergzabern“ so Lind,
„wir verhindern nur das erste Teilstück zum Ausbau der B 427 von
Hinterweidenthal nach Kandel zu einer überregionalen Fernverkehrsachse durch den Wasgau und der Südpfalz mit dem weiteren notwendigen Ausbau der B
38 in Oberotterbach und Schweigen-Rechtenbach. Denn durch den Tunnelbau
werden weitere Ausbaumaßnahmen erforderlich und notwendig.“
„Wir haben auch auf dem Erörterungstermin klar Position bezogen und zu
Protokoll gegeben, dass wir die 57 Millionen € (Baukosten Tunnel) gerne
zum Rückbau der B 427 von Hinterweidenthal bis nach Kandel mit Tempo 30 –
Zonen in allen Orten und Städten einschließlich Bad Bergzabern, einer Sperrung des LKW-Tansit-Verkehrs und einer Abstufung der Bundesstrasse zur
Landesstrasse verwenden möchten, damit keiner mehr, der an der Strasse
wohnt, unter dem Verkehr leiden muss.
Das ist der große Unterschied zu
Ihnen, Herr Wichmann, Sie sehen nur die paar Bürger von Bad Bergzabern, wir
sehen aber alle Bürger entlang der Strasse (somit auch Ihre) und die in der
unmittelbaren Umgebung“ so Lind zum Schluss.
Quelle: Andreas Lind, Vorsitzender BI B427 Wasgau / Südpfalz
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de