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29.10.2004

 

Für weitere Berichterstattung mehr Objektivität und Faktenbezug
Leserbrief zur Rheinpfalz-Berichterstattung

 Zu ¸¸Für Umgehungen nicht gegen Tunnel" (Gemeindeveranstaltung Oberhausen), Ausgabe vom 22. Oktober:

Als langjähriger Leser der RHEINPFALZ war ich entsetzt, als ich ihre Berichterstattung über die Bürgerinformationsveranstaltung am 20. Oktober in Oberhausen gelesen habe. Ich stelle mir die Frage, wie es möglich sein kann, dass eine politisch unabhängige Tageszeitung (...) sich zum Mittäter einer Landschaftszerstörenden, betrügerischen, nach Macht strebenden Polit-Lobby macht? (...)

Sie verfassen einen Bericht über eine Veranstaltung und beginnen bereits in der Überschrift mit einer absoluten Verdrehung von Tatsachen. Sie schreiben ¸¸Für Umgehung nicht gegen Tunnel" und stellen damit eine eindeutige Falschaussage auf. Ich war Mittwochabend in Oberhausen anwesend und kann ihnen (unabhängig) berichten, dass eine Umgehungsstraße als eventuelle Möglichkeit angesprochen wurde, dieser Punkt jedoch nicht weiter thematisiert wurde. Sie berichten weiter, dass klar wurde, dass ¸¸so mancher Einwohner (...) mit dem Bau der Tunnelumgehung einverstanden wäre, gäbe es zugleich eine Umgehung ...", womit sie eine weitere nicht zutreffende Aussage tätigten, denn es wurde zwar von einem Zuhörer eingeworfen, dass man eventuell dem Tunnel zustimmen könnte, wenn eine Umgehung da wäre, jedoch wurde dieses Thema ebenfalls nicht weiter thematisiert. Daraus folgt, dass aufgrund mangelnder Diskussion (...) nicht klar werden konnte, dass einer Tunnellösung mit Ortsumgehung zugestimmt werden könnte. In ihrer weiteren Ausführung greifen sie eine Aussage des Bürgermeisters Laubach auf. Er sagt, dass Lkws durch die in den Orten vorhandenen Engstellen diese Strecken meiden würden ... Was ist dies bitte für eine schwachsinnige Aussage?

Erklären Sie mir bitte wie ein Lkw-Fahrer aus Polen (...) wissen kann, dass es in einem winzig kleinen Dorf auf seiner äußerst langen Strecke einen Engpass gibt, und garantieren Sie mir bitte, dass es dem Lkw-Fahrer nicht sowieso egal ist, eine ¸¸unbequeme" Strecke zu fahren, um die Lkw-Maut zu sparen.

Zusätzlich möchte ich noch feststellen, dass es eine Frechheit ist, nur die Pro-Straße eingestellten Referenten zu erwähnen, und andere wichtige Redner wie zum Beispiel Bernhard Jung und Armin Osterheld (...) einfach außen vor zu lassen. Ich möchte Sie bitten, für ihre weitere Berichterstattung etwas mehr Objektivität, Faktenbezug und Ehrlichkeit zum Zuge kommen zu lassen (...).

Sollten Sie den Mut haben, dieses Schreiben als Leserbrief zu veröffentlichen, würde ersichtlich werden, dass Ihnen etwas an einer unabhängigen Berichterstattung gelegen ist. Beweisen sie Rückgrat ...

Andreas Behrend, Vorderweidenthal

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt
Ausgabe: Nr.252
Datum: Donnerstag, den 28. Oktober 2004
Seite: Nr.18


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