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02.05.2005
Flugblatt zum Tunnelprojekt in Lauterschwan, Busenberg, Dahn und Hinterweidenthal
An die Bürger der genannten Orte wurden vor Kurzem ein
Flugblatt der BI B427 Wasgau / Südpfalz zum Tunnelprojekt Bad Bergzabern
verteilt.
In einer Gegenüberstellung wurde Pro und Kontra dargestellt.
| Argumente für den Tunnel | Argumente gegen den Tunnel |
| Bad Bergzabern bangt um seine Anerkennung als Luftkurort und benötigt zur Verminderung der Luftbelastung den Tunnel | Durch den Bau des Tunnels erhöht
sich der Schadstoffeintrag im Kurtal durch mehr Verkehr an der Peripherie,
vorherrschende Westwinde, verstärktes Transit-LKW-Aufkommen und den Wegfall
des LKW-Nachtfahrverbotes. Feinstäube und Abgase gehen mit dem Kaltluftabfluss durch Bad Bergzabern. Dadurch wird der Kurstadtstatus gefährdet. |
| Keine Ruhestörung und keine Abgase mehr für Kurgäste und Anwohner in Bad Bergzabern | Mehr als das Doppelte des Verkehrs, LKWs rund um die Uhr, Verlärmung und Schadstoffemissionen entlang der gesamten B427. Vor allem in Lauterschwan, Busenberg, Dahn und Hinterweidenthal. |
| Bad Bergzabern möchte für Touristen und Kurgäste attraktiver werden. | Zerstörung der intakten Weinbaulandschaft und des Wein- und Kurtourismus im Bereich des östlichen Tunnelausgangs und am Tunneleingang westlich Verlärmung und Abgase im Bereich der Wanderwege der Haardt Richtung Wasgau |
| Anzahl der Feriengäste steigt durch bessere Erreichbarkeit. | Die Erreichbarkeit Bad Bergzaberns ist nach einer Untersuchung der Bundesregierung in die höchste Stufe eingereiht. Hier ist nichts mehr zu verbessern. Lediglich der Transit- bzw. der Durchgangsverkehr wird in die Region gezogen. Wer macht schon gerne Urlaub im Lärm- und Abgasteppich. |
| Wir fordern die Befürworter auf, die großen Lücken in dieser Spalte zu füllen! | Im laufenden Planfeststellungsverfahren sind die Verkehrszahlen bei einer ortsdurchgangsfreien B427 zwischen Hinterweidenthal und Kandel so hoch angesetzt, dass die B427 zu einer überregional bedeutenden Fernverkehrsachse aufgewertet wird. Nur so "rechnet" sich der Tunnel (Verdoppelung des Verkehrs). |
| LKWs werden die Strecke meiden, da es viele Engstellen gibt. | Aber auch schon vorher wird der Tunnel die Strecke leichter für LKWs befahrbar machen. Das Nachtfahrverbot für LKWs wird fallen. Und die Anliegergemeinden, in denen mehr Einwohner betroffen sind als im Kurtal, werden den Durchgangsverkehr ertragen müsse. |
| Das Luftgutachten spricht für den Tunnel. | Das Luftgutachten spricht nicht für den Tunnel. Die Aussagen bezüglich des Kurstadtstatus sind nicht alarmierend, lediglich ein Wert ist grenzwertig. Es ist zu erwarten, dass durch den hohen Verkehrsfluss im Erlenbachtal und dem Kaltluftabfluss an 220 Tagen im Jahr die gesamten Abgase des doppelten Verkehrs durch die Stadt ziehen. Dadurch wird die Belastung höher. Oder das Gegenteil müsste bewiesen werden. |
| Zerstörung des Landschaftsbildes! | |
| Abschneiden des Hinterlandes! | |
| Werteverluste von Häusern und Grundstücken entlang der B427 | |
| Vernichtung von Arbeitsplätzen im Tourismusbereich | |
| Aufhebung des herrschenden LKW-Nachtfahrverbots in Bad Bergzabern. Dadurch werden sämtliche Gemeinden entlang der B427, auch nachts, wieder mit LKW-Verkehr terrorisiert, auch in Lauterschwan, Busenberg, Dahn und Hinterweidenthal. | |
| Verkehrsgau im Kurtal bei Tunnelsperrung | |
| Es gibt keine Alternative zum Tunnel. | - Einführung des
Ganztagesfahrverbots für Transit-LKWs auf der gesamten B427. - Modernisierung der Heizungen in den Häusern im Kurtal. - Verkehrsberuhigungsmaßnahmen |
| Die Politik weiß schon, was sie tut, und handelt verantwortlich. | Die Politik drückt sich um eine sachliche Diskussion. Das spricht weder für ihr Vertrauen in ihre eigenen Argumente, noch für entsprechende Sachkenntnis. Nach dem Motto "Augen zu und durch" soll dieses Projekt durchgepaukt werden. Hierfür scheint ein offener Dialog nicht geeignet. |
Zitat:
"Wir treten ein für sinnvolle Entlastungen der Bürger entlang der B427 und B38 und sind deshalb gegen den Bau des Tunnels in Bad Bergzabern.
Die Zukunft unserer Kinder liegt uns am Herzen.
Das Biosphärenreservat "Pfälzerwald" darf nicht durch eine weitere Transitstrasse gefährdet werden.
Wir alle müssen dieses teure,
lebensverachtende und überflüssige Tunnelprojekt verhindern.
Werden Sie Mitglied in der Bürgerinitiative und helfen Sie damit, unseren
Lebensraum für uns und unsere nachfolgenden Generationen zu erhalten.
Ansprechpartner der verschiedenen Orte erfahren Sie beim Vorstand der
Bürgerinitiative."
Quelle: Andreas Lind, andreaslind@freenet.de
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de