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03.11.2004
OBERHAUSEN:
Kleemann zu Tunnelumgehung
"Gemeinden und Betroffene beteiligen"
In einer Stellungnahme meldet sich im Bezug auf die
Gemeindeveranstaltung in Oberhausen zur Tunnelumgehung Bad Bergzabern (¸¸Für
Umgehung nicht gegen Tunnel", Ausgabe vom 22. Oktober) der vom BUND an diesem
Abend geladene Verkehrsexperte Hans-Peter Kleemann, Stuttgart, noch einmal zu
Wort.
Er habe eine andere Wahrnehmung des Meinungsbildes im Saal gehabt
als sie in unserem Artikel wiedergegeben werde. Zudem wolle er einige
Anmerkungen geben: ¸¸Es blieb unwidersprochen, dass keineswegs alle wesentlichen
Gesichtspunkte des Projektes ,Tunnel Bad Bergzabern" im laufenden Verfahren
vorliegen", schreibt Kleemann. Zudem habe Einigkeit darüber bestanden, dass
weitere Gemeinden und Betroffene am Planfeststellungsverfahren zu beteiligen
seien. Die Forderung, dass vor einer Öffnung des heutigen Verkehrsventils ¸¸Bad
Bergzabern" (Lkw-Nachtfahrverbot) die B 427 auszubauen sei, sei ebenso auf
Zustimmung gestoßen wie die, dass eine umfassende Bürger- und
Gemeindebeteiligung erfolgen müsse. Hierzu solle ein Mediationsverfahren für die
B 427 laufen, das Planfeststellungsverfahren zur Umfahrung von Bad Bergzabern
sei vorläufig auszusetzen. (red)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt
Ausgabe: Nr.254
Datum: Samstag, den 30. Oktober 2004
Seite: Nr.22
HERGERSWEILER: Rat
diskutiert Tunnelpläne:
Angst vor erhöhtem Verkehrsaufkommen
Der Gemeinderat Hergersweiler will bei dem geplanten Bau der
B-427-Tunnelumgehung von Bad Bergzabern mitreden. Das am Donnerstag reklamierte
Mitspracherecht in Gestalt einer Anhörung begründete der Rat mit dem Hinweis,
dass mit dem Bau die Belastungen des Straßendorfes Hergersweiler durch ein
höheres Verkehrsaufkommen zunehmen und damit die Wohn- und Lebensqualität
gemindert werde.
Mit der Forderung nach einer Anhörung wolle Hergersweiler
deutlich machen, dass ¸¸wir gehört werden wollen", sagte Ortsbürgermeister
Helmut Heib. Auf Vorschlag des Beigeordneten Wolfgang Thiel soll es noch im
November eine Einwohnerversammlung geben. Gerhard Gnägy teilt die Befürchtungen
einer gravierenden Veränderung des Verkehrsaufkommens auf der B 427 im Bereich
Hergersweiler nicht. Er sei sicher, dass diese Bundesstraße für den
Transitverkehr keine Bedeutung habe. Es sei kaum anzunehmen, dass sich die
Brummis durch Orte wie Busenberg quälen werden. Gnägy: ¸¸Das tun die einmal und
nie wieder." Nach seiner Überzeugung werde die B 427 auch nach dem Tunnelbau
überwiegend vom Regionalverkehr genutzt.
Nicht an die Straßenverkehrsbehörde weitergeleitet werden soll
nach dem Votum des Gemeinderates (eine Gegenstimme, eine Enthaltung) der Antrag
der FWG auf Schaffung einer sicheren Überquerungsmöglichkeit der B 427 für
Radfahrer. Für die Benutzer des Rad- und Fußweges von Hergersweiler nach
Oberhausen (Lehwiesenweg) sollte eine solche Überquerungshilfe da sein, um auf
den gegenüberliegenden, nach Barbelroth führenden Wirtschaftsweg zu gelangen.
Wie Karl Huber (FWG) begründete, führe die derzeitige Situation dazu, dass
Radfahrer, die nach Barbelroth wollen, rund 200 Meter die Bundesstraße benutzen.
Angesichts der Geschwindigkeiten der Pkws bedeute dies ein großes
Gefahrenpotenzial, so dass eine andere Lösung gefunden werden müsse.
Der Vorschlag einer direkten Überquerung der Bundesstraße wurde
von der Mehrheit des Rates als neue Gefahrenquelle gesehen. Der Rat folgte dem
Vorschlag des Ortsbürgermeisters, wonach zwar der Antrag der FWG nicht aufgrund
eines Ratsbeschlusses an die zuständige Behörde weitergeleitet werden solle, es
aber der FWG unbenommen bleibe, selbst dort vorstellig zu werden. ...(som)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzer Tageblatt
Ausgabe: Nr.254
Datum: Samstag, den 30. Oktober 2004
Seite: Nr.24
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Kontaktadresse:
BUND
Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail:
regionalbuero@bund-pfalz.de
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