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Pressemitteilung BUND Südpfalz
zur Demonstration von BUND, Nabu, BI Qeichtal, BI Klingbachtal am 14.06.2002
1 700 000 DM Kreismittel in den Sand gesetzt. Und was wurde erreicht?
Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten – wollen wir das?
Macht endlich halt vor der Verlärmung und Verpestung der Südpfalz!
Das Weintor mit der Gaststätte ist im Ostbereich unmittelbar eingebunden in die noch unverbaute typische Weinbergslandschaft mit höchstem landschaftlichem Erlebniswert für den Betrachter.
Wir haben einen historisch gewachsenen, dem natürlichen Geländeniveau folgenden Straßenzug, der selbstverständlich durch das Tor führt. Künftig sind die umgebenden Baulichkeiten mit diesem Landschaftsbezug, früher für viele Touristen ein wesentlicher Grund hier zu verweilen, zur bloßen Kulisse verdammt. Der Blick von der schönsten Terrasse der Südpfalz wird sich, vor allem an Wochenenden, zunächst auf Autos mit allen bekannten Begleiterscheinungen richten müssen.
Man muß sich fragen wozu das Ganze? Denn mit dieser Umgehung wird der Verkehr nur 100 Meter auf die Seite verlagert. Damit fördert man genau den Verkehr, über dessen Dichte heute so heftig geklagt wird. Was nun daraus erwächst hat schon angefangen. Budenzauber ist angesagt. Das Weintor wird nun endgültig zum Rummelplatz. Störenfriede in dieser Szenerie sind dann die öffentlichen Busse, die weiterhin durch das Weintor fahren müssen. Es ist klar abzusehen, daß dadurch der Autotourismus noch mehr gefördert wird, die umweltfeindliche Spirale sich also weiterdreht.
Das alles hat mit einer zukunftsorientierten und dauerhaften Ausrichtung auf einen umweltfreundlicheren sanften Tourismus nichts zu tun.
Öffentlicher Verkehr statt weitere Förderung der Autos!
Denkbare Alternativen wären für den gesamten Grenzbereich ein, auch für Touristen attraktives, länderübergreifendes Buskonzept mit Vertaktung zu den Bahnanschlüssen Weißenburg und Bad Bergzabern. Dieses könnte positiv zur Vermarktung beitragen, um von der unsäglichen Autoschwemme wegzukommen. Auf der Strecke zwischen zwei intakten Bahnhöfen – eine weithin einmalig günstige Konstellation- weiteren Straßenbau in touristisch sensiblen Gebieten zur weiteren Förderung von Autoverkehr zu betreiben, paßt nicht zusammen. Es wird höchste Zeit daß auch kommunale Entscheidungsträger über den gemeindlichen Tellerrand hinaus sehend registrieren, daß die Zukunft auch im Tourismus vermehrt dem öffentlichen Verkehrsmitteln gehört
Nicht zu vergessen, die vom Steuerzahler aufzubringenden Kosten, die an anderer Stelle viel dringender benötigt werden.
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail:
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