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09.12.02

 

Nein zum Bau der Ortsumgehung

 

HEUCHELHEIM-KLINGEN: Bürgerinitiative gegründet - 150 Unterschriften

"Nägel mit Köpfen" machen wollen die rund 70 Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative (BI) "Zur Erhaltung des Klingbach- und Kaiserbachtales", die jetzt im Dorfgemeinschaftshaus in Klingen aus der Taufe gehoben wurde.

 

Die Gruppe, der mittlerweile 150 Unterschriften für die Unterstützung der BI vorliegen, hat sich auf die Fahne geschrieben, den Bau der Ortsumgehung Ingenheim im Zuge der B 38 auf der Gemarkung Heuchelheim-Klingen zu verhindern.

In Anwesenheit von Armin Osterheld (Forsthaus Lindelbrunn) und Willi Junker (Kapsweyer) als Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) wählte die Gründungsversammlung Patricia Weber zur Ersten Vorsitzenden. Stellvertretender Vorsitzender ist Jürgen Hinrichs. Zur Schatzmeisterin nominiert wurde Gertrud Rink und Nicole Rieger nimmt in der Bürgerinitiative die Aufgaben als Schriftführerin wahr. Den Vorstand komplettieren als Beisitzer Klaus Wagner, Sabine Schäfer, Ronny Bantz, Manuela Zwick und Iris Wahl.

Vor dem Transparent mit der Aufschrift "Die Bürger von Heuchelheim-Klingen werden von den Straßenplanern mit den Füßen getreten" untermauerten die Gründungsmitglieder ihre Ablehnung gegen die geplante Trassenführung. Erneut wurde die Befürchtung laut, die Straße führe zu einer Beeinträchtigung der Erholungsfunktion der Region, bringe zusätzliche Lärmbelastungen, eine Veränderung des Kleinklimas sowie gravierende Einschnitte in das Landschaftsbild. Bei der Diskussion wurde deutlich gemacht, welche Dimensionen die Brückenbauwerke, Dämme und Straßenanbindungen bewirken.

Die BI-Vorsitzende Weber kündigte massiven Widerstand gegen das Straßenbauprojekt an. Nein, die Heuchelheimer-Klingener wollen sich nicht passiv verhalten, hieß es, sondern agieren. Vorsitzende Weber hofft nun auf das Gespräch mit Ministerpräsident Kurt Beck, der sich am 20. Dezember mit Vertretern der betroffenen Gemeinden an einen Tisch setzen werde. Dabei wolle man deutlich machen, dass bei einer Realisierung der vorgesehenen Trasse das Klingbachtal und Kaiserbachtal "tot wären" und die "wertvollen Talauen unwiderruflich zerstört".

Quelle RON - RHEINPFALZ ONLINE, Mittwoch, 4. Dez , 08:54 Uhr


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