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Bezug: Artikel "BUND: Südpfalz sturmreif für den Schwerverkehr", sowie der Kommentar "Unseriös" vom Mittwoch, den 28.11.2001

Hierzu folgender Leserbrief mit der Bitte um eine baldige Veröffentlichung.

"www.Klingbachtal ade!"

Entgegen Ihrer tendenziösen Berichterstattung/Kommentar, halte ich die Stellungnahme des BUND nicht für unseriös, da gerade dieser Organisation die Belastung der Menschen und der Natur in Ingenheim und anderswo eben nicht egal ist, wie von Thorsten Blank in ihrem veröffentlichten Artikel behauptet wird.

In ehrenamtlicher Arbeit und nicht monetär entlohnt wie unsere Volksvertreter, leisten diese und andere Gruppierungen in unserer Gesellschaft wichtige Aufklärungsarbeit und sehen sich dem Schutz und der Erhaltung der natürlichen Ressourcen verpflichtet, gerade in Abwägung der Konflikte zwischen Mensch und Natur.

Was Herr Blank und andere Ratsmitglieder bereits vor Jahren als "Hirngespinste" in einer Versammlung der Bürgerinitiative Appenhofen-Ingenheim gegen die Ortsumgehung e.V. abtun wollten, ist jetzt in den Plänen des Raumordnungsverfahrens zur Ortsumgehung traurige Realität geworden:

Kling- und Kaiserbachtal müssen durch tiefgreifende Einschnitte in die Natur, durch groß angelegte Trassenführungen und Brückenbauwerke durchquert werden. (Pläne liegen in der Verbandsgemeinde aus!)

Auch wenn für Herrn Blank die Argumentation des BUND Unsinn ist, darf er der Bevölkerung nicht verschweigen, dass die geplante Ortsumgehung im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen im "vordringlichen Bedarf" als neues Vorhaben eingestuft wurde, und als direkte Verkehrsanbindung an Frankreich gedacht ist. Die daraus entstehenden Konsequenzen sind jedem klar!

Warum wird zum Beispiel in Ihrem Artikel der Abstand zur Ortsgrenze in Appenhofen mit 450 m angegeben, der Abstand zur Ortsgrenze in Ingenheim (höchstens 150 m!) aber verschwiegen? Ist das seriös?

Wer Straßen sät, wird -noch mehr- Verkehr ernten, d.h. die geplante Entlastung der Hauptstraße wird eingetauscht durch eine Verlagerung des Verkehrsstroms. Dieser wird ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen durch zunehmenden Schwerlastverkehr nach sich ziehen. Dies belastet wiederum viele andere Bürger, verlärmt ein ganzes Tal und zerstört dessen Landschaftsbild unwiederbringlich.

Die Schreckensvision einer durch ehrgeizige Straßenbauprojekte vorangetriebene "Durchfahrtsregion Südliche Weinstraße" kann dem aufmerksamen Leser des Erläuterungsberichts zum Raumordnungsverfahren nicht verborgen bleiben.

Deshalb wäre es wünschenswert, wenn die öffentliche Argumentation seitens der politisch Verantwortlichen, die diese Straße favorisieren, aufrichtig wäre! Dabei sollten die betroffenen Bürger und Gemeinden nicht im Schnellverfahren über die Konsequenzen aufgeklärt werden. Dann wäre noch Gelegenheit, die schicksalhafte Veränderung zu beeinflussen.

Spätestens wenn natürliche Schutzgüter und Lebensqualität (durch die Realisation derStraßenbaus), zerstört sind, werden sich die politisch Verantwortlichen längst zur Ruhe oder in andere "Gefilde" abgesetzt haben und für die belasteten Bürger nicht mehr erreichbar sein.


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail:

regionalbuero@bund-pfalz.de

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