++
[HOME] ++
[AKTUELL] ++
[THEMEN] ++ [VERKEHR] ++
07. 06. 2002
Wolffs „Schuss ins Schwarze“ eher ein Schuss daneben
Es ist nicht ersichtlich, warum OB Wolff ein zweites Mal zur Feder greift. Er sagt nichts Neues. Ins Schwarze musste nicht getroffen werden. Es ist richtig und bekannt: Der BUND hat seine Meinung zur B 10 geändert - in einem langen und schwierigen Meinungsbildungsprozess, unter Rücksichtnahme auf zentrale Satzungsziele, ausgelöst durch die allgemeine verkehrspolitische Entwicklung und in Abweichung vom Standpunkt einiger westpfälzischer BUND-Mitglieder. Dies bekennen wir. Dazu stehen wir. Soviel Souveränität muss sein.
Es fragt sich nur, wie souverän OB Wolff mit seinem eigenen doppelten Salto in der B 10-Frage umgeht.
Meint er etwa, mit seinem forschen Angriff auf den BUND diese seine schwer erklärbare Verhaltensweise vergessen machen und wahrnehmungspsychologisch auslöschen zu können?
Soll ihm die Öffentlichkeit wirklich abnehmen, dass sich sein Faktenwissen zu dem umstrittenen Straßenprojekt seit der gewonnenen OB-Wahl fundamental geändert hat - bei dem Wissensvorsprung, den man bei seiner Ämterfülle hat?
Will er einer staunenden Öffentlichkeit wirklich einreden, der BUND habe soviel staatsähnliche Macht, dass er west-östliche Verkehrsströme durch den Pfälzerwald zwischen Landau und Bad Bergzabern nach Belieben und gewissermaßen mit einem Fingerschnippen hin- und herschieben kann?
Wäre es ihm lieber gewesen, der BUND hätte - in seiner ihm unterstellten Allmächtigkeit - die nach seiner Meinung unverzichtbare Quasi-Autobahn den Kurstädtern vor die Haustür gezaubert?
Wer in der Defensive ist, sollte den Ball lieber flach halten und seine eigene Spielfeldhälfte ins Auge fassen.
Dass im Übrigen ein Ulrich Mohr bereits im März 1983 dezidierte BUND-Meinungen vertreten haben soll, klingt neu und merkwürdig angesichts des Umstands, dass dieser erst am 10. November 1983 - als schlichtes Mitglied und damals mit ganz anderen Aufgaben befasst - in den BUND eingetreten ist.
Im BUND wünscht man sich Politiker mit verlässlichen Grundüberzeugungen, mit denen ein konstruktiver Dialog unter Vermeidung von Pressekriegen möglich ist.
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: [email protected]
++
[HOME] ++
[AKTUELL] ++
[THEMEN] ++ [VERKEHR] ++