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11.05.2004
B 10 vierspurig: CMR-Umfrage belegt Erfolg
für Ausbau-Kritiker
Der BUND bewertet das Ergebnis der CMR-Umfrage, wonach fast 40 Prozent der
Einwohner des Landkreises Südliche Weinstraße den vierspurigen Ausbau der B 10
zwischen Landau und Pirmasens ablehnen, als einen Riesenerfolg für die Kritiker
dieses 600-Millionen-Euro-Projektes.
Diese positive Bilanz ergibt sich aus der genaueren Analyse des in der
RHEIN-PFALZ dargestellten Umfrageergebnisses, das unter folgenden
Gesichtspunkten zu betrachten ist:
Das Befragungsgebiet erstreckt sich von der deutsch-französischen Grenze im Süden bis vor die Tore von Neustadt im Norden und erfasst ein Kreisgebiet mit mindestens 70 Kommunen. Direkt betroffen und ständig konfrontiert mit dem Verkehrsprojekt jedoch ist lediglich eine Handvoll von Gemeinden zwischen der westlichen Kreisgrenze und der Stadt Landau. Das zeigt, dass eine respektable und politisch relevante Zahl von Kreisbürgern aus projekt-fernen Gegenden sich kritische Gedanken gemacht hat und eine solidarische Haltung mit den Bürgern des Queichtals einnimmt.
Angesichts der deutlichen Prägung der Südpfälzer Bevölkerung aufs Auto mangels anderer Mobilitätsangebote - immerhin nimmt die Südpfalz bundesweit eine Spitzenstellung in der Kfz-Dichte ein - hätte eine weitaus größere Zustimmungsrate für die Straßenpläne des Landes erwartet werden müssen. Dass den Bürgern einfach das Herz im Leibe lacht über immer mehr Asphalt in der Landschaft, kann somit von niemandem mehr behauptet werden.
Möglicherweise hat im Süden um Bad Bergzabern auch das Sankt-Florians-Prinzip eine gewisse Rolle gespielt. Dort mag man sich nämlich gedacht haben, dass der B 10-Ausbau die Umwandlung der B 427 in eine Transitstrecke mit nachts anschwellendem Schwerlastverkehr für alle Zeiten verhindern würde.
Hätte es eine Umfrage nur in den Queichtalgemeinden gegeben, hätte sich sicherlich die Ablehnungsquote der 100-Prozent-Marke genähert. Natürlich verflüchtigt sich auch die kräftigste Essenz etwas, wenn sie in einen großen Bottich Wasser gegossen wird.
Die Umfrage zeigt, dass die Bürgerinitiativen in Landau und im Queichtal in
Zusammenarbeit mit dem BUND gute Arbeit geleistet haben. Im Stadtrat von Landau
und im Kreistag des Kreises Südliche Weinstraße steht eine klare
Ablehnungsfront.
Quelle: BUND Rheinland-Pfalz
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: [email protected]
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