++ [HOME] ++ [AKTION] ++ [AKTUELL] ++ [TERMINE] ++ [THEMEN] ++ [VERKEHR] ++ [Artikel zur B10] ++ 

 

30.03.2004

 

Stellungnahme zu den Verkehrszahlen auf der B10

 

An die Pirmasenser Zeitung:  

 

In Bezug auf ihren Artikel vom 13.2.2004 von Herrn Hansheiner Ritzer

 

In oben genanntem Artikel hat die PZ aus der Verkehrsuntersuchung, die der Machbarkeitsstudie für den vierspurigen Ausbau der B10 zu Grunde liegt, zitiert und Grafiken aus dieser Studie veröffentlicht.

Jeder, der den Verkehr auf der B10 kennt, weis, dass der Transitverkehr, der in der ersten Grafik mit 4 % und in der Prognose bis 2015 mit 7 % (11000 Kfz/24 h) angegeben wird, deutlich höher sein muss. Wenn man der Zahlenakrobatik des Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) auf den Grund geht, ergibt sich die Lösung dieser Frage aus der zweiten Grafik, die dankenswerterweise ebenfalls in dem genannten Artikel veröffentlicht ist.

 

Um den Anteil des Transitverkehrs ermitteln zu können benötigt man die Straßenbelastung in Kfz/24h und den Anteil des Transitverkehrs davon, um beides ins Verhältnis zu setzen. Nehmen wir beispielsweise den Bereich Hinterweidenthal - Hauenstein: Hier sind in der Prognose für 2015  27.000 Kfz/24h vorausgesagt, wovon 11.000 Kfz/24h Transitverkehr sind. Jeder Hauptschüler ist nun in der Lage die 40,75 % Transitverkehr zu berechnen. Diese Angaben stammen vom LSV, dessen Qualifikation in dieser Angelegenheit wohl unbestritten ist.

 

Es bleibt zu spekulieren, warum der LSV allerdings diese 11.000 Kfz/24h Transitverkehr ins Verhältnis mit den Gesamtverkehrsereignissen von 150.000 Kfz/24h zwischen Landau und Pirmasens setzt. Eine Antwort ergibt sich wohl aus dem dann weniger spektakulären Ergebnis von 7 % Transitverkehr gegenüber den gut 40 %. Die Information, dass diese Zahl nicht das Verhältnis des Transitverkehrs zur Verkehrsbelastung an einem Ort der Straße widerspiegelt, bleibt der Landesbetrieb der Öffentlichkeit schuldig. Auch hier muss wohl nicht lange nachgedacht werden warum. Der Öffentlichkeit soll suggeriert werden, die Straße werde fast ausschließlich für den regionalen Verkehr gebaut.

 

Dies auch das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die im Jahr 2002 von Herrn Minister Baukhage der Öffentlichkeit in Birkweiler vorgestellt wurde.
Weiterhin ergibt sich aus den Zahlen der Machbarkeitsstudie die darin versteckte Information, dass von derzeit 24,67 % Transitverkehr durch den vierspurigen Ausbau der Anteil des Transitverkehrs auf die genannten 40,75 % ansteigen wird.

Der BUND nennt diese Art der Information eine Irreführung der Öffentlichkeit. So dürfen Bürger, Kommunalpolitiker und Verbände nicht an der Nase herumgeführt werden. Wie arrogant muss eine Behörde denken, um das Volk, den Souverän, derart an der Nase herum zu führen und wie werden dort die Aufgaben verstanden, die für das Gemeinwohl zu erbringen sind.

 

Quelle: BUND Südpfalz


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de

++ [HOME] ++ [AKTION] ++ [AKTUELL] ++ [TERMINE] ++ [THEMEN] ++ [VERKEHR] ++ [Artikel zur B10] ++ [oben ] ++