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13. 09. 2002
"Nicht diktatorisch den Ausbau B10 durchdrücken!"
Bürgerinitiative verärgert über OB-Äußerungen
Mit Verärgerung reagiert die Bürgerinitiative Landau auf die
Äußerungen von Oberbürgermeister Dr. Christof Wolff, der ihr empfohlen hatte,
statt gegen den vierspurigen Ausbau der B10 für einen Lärmschutz entlang der
Strecke zu kämpfen.
Laut Vereinssatzung trete der Verein gegen den vierspurigen Ausbau der B10 und für die Verbesserung des Lärmschutzes ein, unterstrich der stellvertretende Vorsitzende Peter Heupel. Bester Lärmschutz sei aber immer noch Lärmvermeidung. Wenn nach einem vierspurigen Ausbau der Bundesstraße der Verkehr die Prognosewerte der Straßenplaner, die erfahrungsgemäß zu niedrig angenommen würden, erreiche, werde nach dem Ausbau vor allem im Queichtal und im Bereich Landau Lärm entstehen, der dann auch jene Wohnbereiche der Stadt und der betroffenenen Gemeinden erfasse, die heute noch außen vor seien.
Ein erhöhter
Lärmschutzwall, der nur im Bereich Schützenhof geplant sei, werde nur in
unmittelbarer Nähe der Bundesstraße für Linderung sorgen. Lückenschlüsse, wie
sie sich der OB vorstelle, seien in der Planung nicht vorgesehen. Nach Heupels
Einschätzung werde das Mainzer Verkehrsministerium höchstens die gesetzlichen
Mindestanforderungen für Lärmschutz erfüllen.
Die Bürgerinitiative, unterstreicht Heupel, nehme für sich in Anspruch, eine
Mehrheit einer bestimmten Region zu vertreten, verstehe sich aber nicht als
politische Partei. Bei einer Befragung von Haus zu Haus, erinnerte Heupel,
hätten bereits 1998 über 140 Bürger allein im Schützenhof per Unterschrift gegen
den Lärm, verursacht vom B 10-Verkehr, protestiert.
Kein Verständnis hat die "Bürgerinitiative Landau für den Erhalt der
Lebensqualität, gegen den vierspurigen Ausbau der B 10", dass Mainz ihre Bitte
um eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit dem Hinweis auf die zulässige
Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h für Lkw ebenso ablehnt wie die Kontrolle
dieser Vorschrift.
Heupel: "Wir fragen uns, was für ein Demokratieverständnis Politiker wie OB
Wolff oder Ministerpräsident Kurt Beck und sein Wirtschaftsminister Artur
Bauckhage haben, die diktatorisch den Ausbau der B 10 durchdrücken wollen." (eva)
Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Freitag, 13. Sep , 03:45 Uhr
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
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