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09.06.03
Mitte Juli soll der Verkehr über neue B 10 rollen
RUPPERTSWEILER: Zwei
Spuren der vierspurigen Bundesstraße bald benutzbar - Strecke
Waldfriedhof-Walmersbach 2008 fertig
In wenigen Wochen werden die ersten beiden Fahrspuren des neuen B-10-Abschnitts
Münchweiler-Walmersbach in Betrieb genommen.
Die "Langsamfahrstelle" im Baustellenbereich
ist damit beendet. 2,9 Kilometer lang führt dann die Strecke hinter dem
Ständenhof vorbei über eine Brücke bis zur Kuppe Walmersbach.
Mitte Juli - "eventuell auch früher" - werde die Hälfte der künftig
vierspurigen B10 für den Verkehr freigegeben, teilte der Außenstellenleiter des
Kaiserslauterer Straßenverkehrsamts, Kurt Ertel, auf Anfrage mit. Momentan
werde die erste Tragschicht auf zwei Spuren der B10 aufgebracht. Dann müssten
noch die Anschlüsse nach Ruppertsweiler und Ständenhof hergestellt werden und
fertig sind die ersten beiden Spuren. Die alte B10 werde dann zum Teil
beseitigt. Ein großer Teil wird allerdings noch für die künftige
Direktverbindung von Ruppertsweiler nach Münchweiler gebraucht - ohne Umweg über
die B10.
Mit der Fertigstellung der ersten beiden Fahrspuren kann die Geschwindigkeit
von derzeit 50 und 30 Stundenkilometern wieder kräftig angehoben werden.
"Mindestens 70 Stundenkilometer", kündigte Ertel für die 2,9
Kilometer lange Strecke im Gegenverkehr an. Mitte Juli wird dann auch die
unfallträchtige Anschlussstelle von der K36 auf die B10 entfallen. Künftig
werden kreuzungsfreie Anschlüsse auf die B10 aus allen Richtungen zur Verfügung
stehen.
Mit dem Bau des 19 Millionen Euro teuren B-10-Abschnitts wurde im Mai
vergangenen Jahres begonnen. Zuerst wurde die so genannte Nordbrücke über die
jetzige B10 hergestellt, die im Juli dann den Verkehr aufnehmen wird. Erst dann
kann richtig mit dem Bau der Südbrücke begonnen werden, auf der später die zwei
Fahrspuren Richtung Landau liegen werden.
So schnell wie die ersten beiden Fahrspuren wird die Fertigstellung der
Südfahrbahn nicht vonstatten gehen. Sofern die Finanzierung klappt und
technische Probleme gelöst werden können, dürften erst 2008 die Bagger zwischen
Walmersbach und Münchweiler wieder abziehen können. Kompliziert werden die
Bauarbeiten noch durch die Neugestaltung der Anschlussstelle Münchweiler und
die Abtragung der jetzigen Kuppe Walmersbach, die um einige Meter tiefer gelegt
werden wird. Außerdem muss noch eine so genannte Langsamfahrstrecke parallel
zur B10 gebaut werden, da Radfahrer, Mofas und Traktoren die künftige
Schnellstraße nicht mehr benutzen dürfen. Und für Fußgänger auf den
Fernwanderwegen, die die B10 kreuzen, muss noch eine Brücke am Ständenhof
errichtet werden.
2008 wird dann allerdings ein komplett vierspuriges B-10-Stück von
Pirmasens-Waldfriedhof bis Walmersbach von sieben Kilometer Länge zur Verfügung
stehen, was vor allem in diesem Bereich für die Region wichtig ist, da der
Abschnitt zwischen Waldfriedhof und Hinterweidenthal zu den B-10-Abschnitten
gehört, die das höchste Verkehrsaufkommen bewältigen müssen. 20.000 Fahrzeuge
befahren momentan den Abschnitt innerhalb von 24 Stunden.
Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Samstag, 7. Jun , 03:45 Uhr
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de
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