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06.01.2004

Zum Ausbau der B 10 und der Auseinandersetzung zwischen OB Bernhard Matheis und Manfred Seibel (Bündnis 90/Die Grünen):

Lasten auf Schiene und Ampel absägen

(...) Was will Herr Matheis nun wirklich? Ein Denkmal. Wie viel Straßen brauchen die Menschen der Region? Die Forderung aus der Politik nach mehr Straßen, uralt. Und immer werden Betriebe für eine solche Forderung verantwortlich gemacht. Wie viele der Betriebe auf den neu verbauten Flächen im Südwesten der Stadt sind wirklich auf eine Straßenverbindung nach Landau angewiesen. Und wenn dann die Straße vierspurig nach Landau fertig ist, um wie viel schneller werden dann die Autos in Landau sein?

Hilfreich ist da vielleicht die Studie, die in Kaiserslautern für die Region angefertigt worden ist. Es stand in der RHEINPFALZ am 1. September 2003. Da geht man von weit aus mehr Unterlassungen als nur den Nicht-Ausbau der B 10 aus. Ob Herr Seibel als Politiker je etwas gegen oder für den Ausbau der B 10 getan hat oder nicht, weiß ich nicht. Aber Herr Matheis hat hier ja auch noch nichts getan. Das was gegenwärtig in Bau ist, ist uralt, beruht auf Vorgänge von vor 15 und mehr Jahren.

Als falsch erachte ich auch die Aussage von Herrn Matheis, dass in Landau nach dem Bau der 62 mehr Betriebe wirklich neu angesiedelt wurden. Vielmehr, und das gilt auch für Pirmasens, es wurde Dank der reichlichen Zuschüsse mehr gebaut auch zum Nachteil des innerstädtischen Verkehrsaufkommens. Auch kommt nicht zur Sprache, dass Landau ein größeren Umfeld hat; dass in der Region Landau mehr Geld unter den Leuten ist. Aber es wäre falsch zu behaupten, dass in Landau ein neues Wirtschaftswunder ausgebrochen ist.

Völlig gegen den Trend im ganzen Land, denn immerhin lahmt das Wunder schon seit mehr als zwanzig Jahren. Und ob die Parteien das alles auch so sehen, ist völlig unwichtig. Denn die Parteien sind eigentlich nicht das Wichtigste im Land. (...) Aber wenn Herr Matheis von den Unfallschwerpunkten auf der B 10 am Ende der Überholspuren spricht, verstehe ich ihn überhaupt nicht mehr. Fahren Sie mit der vorgeschriebenen und deutlich angezeigten Geschwindigkeit auf die Verengung zu.

Es ist fast immer einer da, der mit erheblich überhöhter Geschwindigkeit an Ihnen vorbei fliegt und vor Ihnen einschert. Die Reifenspuren zeugen von so mancher Vollbremsung. Selbst Tanklastzüge liefern sich regelmäßig Rennen auf der Strecke Waldfriedhof bis Münchweiler. Herr Matheis, wenn es Ihnen um die Pendler geht, na bitte, da sind wir gar nicht so weit weg voneinander: Lasten auf die Schiene, in Hinterweidenthal die Ampel absägen - und der Verkehr läuft. (...)

Walter Stutterich, Pirmasens

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.302
Datum: Mittwoch, den 31. Dezember 2003
Seite: Nr.16


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