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12.10.03
B10 Lärm
nervt Ruppertsweiler Bürger
RUPPERTSWEILER:
Freie Wählergruppe fordert Lärmschutzmaßnahmen - Notfalls Unterschriftenaktion
Die Freie Wählergruppe (FWG) fordert Lärmschutzmaßnahmen zur Reduzierung
der Lärmentwicklung durch den Ausbau des B-10-Teilabschnittes zwischen
Münchweiler und Wallmersbach. Über die Verbandsgemeindeverwaltung wird der
Landesbetrieb Straßen und Verkehr in Kenntnis gesetzt, die Lärmimmissionen zu
überprüfen und geeignete Lärmschutzmaßnahmen zu treffen, informierte
FWG-Sprecher Rolf Hahn in der Ratssitzung am vergangenen Dienstag.
¸¸Der Lärm hat enorm zugenommen, dagegen werden wir uns wehren, notfalls
mit einer Unterschriftenaktion", unterstützte der in Ruppertsweiler wohnhafte
Verbandsbürgermeister Roland Haag den FWG-Vorstoß, der quer durch alle
Fraktionen auf breite Zustimmung stieß.
Bereits 1998 klagte der Ort beim Oberverwaltungsgericht (OVG) gegen die
erhöhte Lärmauswirkung der geplanten Straßenbaumaßnahme. Damals befand die
Straßenbaubehörde die Bedenken der Gemeinde als unbegründet. Vorgaben der
Verkehrslärmschutzverordnung würden eingehalten und ein Anspruch auf Lärmschutz
wäre somit nicht gegeben.
¸¸Die Bedenken der Gemeinde konnten trotz offen gelegter
Berechnungsergebnisse aber nie vollständig ausgeräumt werden", heißt es in dem
nun vorgelegten FWG-Antrag. Der Straßenbaulastträger erklärte sich dann bereit,
zwei Jahre nach Freigabe des besagten Teilstückes der B 10, eine lärmtechnische
Nachberechnung durchzuführen. Sollten sich die ursprünglichen Untersuchungen
dann als fehlerhaft erweisen, würde die Straßenbaubehörde eine erneute
Überprüfung der schalltechnischen Auswirkungen veranlassen.
Die Klage beim OVG hat die Gemeinde dann im Dezember 1999 im Hinblick
auf die für die Region wichtige Straßenbaumaßnahme und der Bereitschaft des
Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen für eine erneute
Lärmschutzuntersuchung zurückgezogen.
¸¸Mit der Höherlegung der B10 durch die Brücke hat der Lärm noch einmal
zugenommen", stellte Verbandbürgermeister Roland Haag fest. Im gesamten Dorf
werde diese Entwicklung mit Sorge beobachtet. Jetzt wäre es deshalb an der Zeit,
da die zweite Brücke noch nicht fertig gestellt ist, den Lärmschutz zu
berücksichtigen, damit auch in Zukunft die Wohnqualität der Gemeinde
Ruppertsweiler erhalten bleibe. (elim)
Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pirmasenser Rundschau
Ausgabe: Nr.211
Datum: Donnerstag, den 11. September 2003
Seite: Nr.17
Kommentar:
Als
der BUND Pirmasens sich gegen die hochgeführte Trasse aussprach, wurde wie
üblich von selbsternannten Experten gesprochen.
Alter Spruch leicht geändert: Wer
nicht denken kann muß hören!