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10.02.2003

 

Aktion: Kein vierspuriger Ausbau der B10!!!

 

In diesem Monat wird der Bundesverkehrswegeplan konkretisiert. Mit dem folgenden Schreiben kann Ihr Widerstand laut werden.

 

Schreiben Sie Briefe an Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und die verkehrspolitischen Sprecher der Fraktionen.


"Dr. Manfred Stolpe,
Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen,
Invalidenstraße 44,
10115 Berlin

 

Sehr geehrter Herr Stolpe

 

In diesem Jahr sollen mit dem Bundesverkehrswegeplan auf verkehrspolitischer Ebene grundlegende Entscheidungen getroffen werden, die weitreichende und einschneidende Konsequenzen für Bund, Länder und Gemeinden mit sich bringen. Das Land Rheinland-Pfalz hat mit dem vierspurigen Ausbau der B 10 zwischen Pirmasens und Landau ein Straßenprojekt angemeldet, das Widerstand in breiten Kreisen der Bevölkerung hervorgerufen hat.

 

Besorgte Bürger haben sich zu den Bürgerinitiativen Queichtal  und Landau zusammengefunden. Die Gemeinderäte der Gemeinden Siebeldingen, Birkweiler, Albersweiler, Eußerthal, die Stadträte von Landau und Annweiler, der Ortsbeirat Queichhambach, die Bürgermeister von Siebeldingen, Birkweiler, Albersweiler, Rinnthal und die Ortsvorsteher von Queichhambach und Sarnstall haben gesondert Stellung gegen den Ausbau der B 10 bezogen.

 

Gerade Sie als Entscheidungsträger sollten die wichtigsten Argumente und Bedenken gegen dieses Projekt bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen:

 

Der südliche Pfälzerwald als grenzüberschreitendes Biosphärenreservat wird unmittelbar bedroht sein; schwerwiegende Eingriffe in die Landschaft mit unwiederbringlichen Schäden für Naturschutzgebiete, Biotope und FFH-Gebiete sind die Folge.

 

Der Tourismus als wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Region wäre unmittelbar betroffen, weil durch den Ausbau die Belastungen immens ansteigen würden. Die „Toskana Deutschlands“ wird in ihrer typischen Struktur (Tourismus und Weinbau) bedroht. Der Verlust von Arbeitsplätzen ist vorauszusehen.

 

Der größte Teil der geplanten vierspurigen B 10 führt durch das enge Queichtal mit Gemeinden unmittelbar an der B 10, deren Bewohner in ihrer Lebensqualität durch Lärm und Luftschadstoffe bereits jetzt erheblich beeinträchtigt werden. Eine dramatische Zunahme der Gesundheitsschäden wäre bei einem Ausbau die Folge.

 

Die Mandatsträger und Bürger befürchten, dass durch einen weiteren Teilausbau der Transitverkehr ein nicht mehr vertretbares Ausmaß erreichen würde.

In Salamitaktik sollen einzelne kostengünstige Teilabschnitte ausgebaut werden; die zweispurige Engstelle um Annweiler mit kostspieligen Tunnels bliebe aber auf nicht absehbare Zeit ein Nadelöhr.

Der Leidensdruck für die Bevölkerung soll laut der Leitung des zuständigen Straßenneubauamtes in Dahn dadurch so groß werden, dass bei einer späteren Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes auch diese Engstelle ein höheres Nutzen/Kostenverhältnis erreicht.

 

Ich fordere Sie auf:

 

Stimmen Sie keiner Planung zu, die mit solchen irreversiblen Schäden für die Menschen und die Natur verbunden ist! Die B 10 darf nicht als großräumige Verbindung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes eingestuft werden.

 

Bad Bergzabern, 10. Februar 2003                                                          

 

Mit freundlichen Grüssen

 

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Download dieses Musterbriefes als WORD-Dokument


Schreiben Sie auch an:

 Postadresse für alle: Deutscher Bundestag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin

 


 

Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail: [email protected]

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