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28. 02. 2002
"Queichtalbahn 21"
Pirmasens bewegt sich - Südpfalz schweigtKrekeler reagiert fast als einziger auf 7-Punkte-Programm von SÜDPFALZ MOBIL
"Wenn sie Recht haben, haben sie Recht". Mit diesen Worten kommentierten Magnus Hellmich von SÜDPFALZ MOBIL und Ulrich Mohr vom BUND in einer gemeinsamen Stellungnahme die "Modernisierungsoffensive" "Queichtal 21" für die Schienenstrecke Landau - Annweiler - Pirmasens - Zweibrücken. Wie der Pirmasenser OB Josef Krekeler in einem Schreiben an Hellmich mitteilte, ist diese Schienenoffensive Gegenstand eines einstimmig gefassten Beschlusses im Kreistag Südwestpfalz, dem sich der Hauptausschuss des Pirmasenser Stadtrates in einer Resolution angeschlossen hat.
SÜDPFALZ MOBIL und der BUND fordern den Landkreis SÜW sowie die Anliegergemeinden entlang der B10 - darunter vor allem auch die Städte Landau und Annweiler - dazu auf, sich so schnell wie möglich dieser beispielhaften Initiative anzuschließen.
Sicher ist Krekeler weit davon entfernt, den Inhalt dieser Resolution als komplette Alternative zum vierspurigen Ausbau der B 10 zu betrachten. Aber er zeigt in dem Schreiben "großes Verständnis für die Befürchtungen der Anlieger im Queichtal vor einer Zunahme der Lärm- und Verkehrsbelastung durch den Straßenbau". Das ist bemerkenswert.
In dem Pirmasenser Resolutionstext heißt es zum Konzept "Queichtal 21" wörtlich: "Damit soll der schienengebundene öffentliche Nahverkehr in unserer Region als tragende Mobilitätssäule sowohl für den Personen- und Pendelverkehr als auch für den Schwerlast- und Güterverkehr im Hinblick auf die Verkehrs- und Mobilitätsbedürfnisse der Zukunft massiv ausgebaut und modernisiert werden".
Zu den Hauptforderungen der Südwestpfalz gehören unter anderem:
Aus der Sicht der beiden Verbände muss natürlich betont werden, dass ein Queichtal-Schienenkonzept erst dann für die Verlagerung des am meisten gefürchteten Schwerlastverkehrs interessant wird, wenn über die kurze Pfälzerwald-Strecke hinausgehend gedacht wird: Die modernisierte Queichtalstrecke muss - wie im 7-Punkte-Programm von SÜDPFALZ MOBIL verlangt - Teil eines von Rohrbach(Saar) ausgehenden und in Richtung Stuttgart/München zielenden Stranges werden. Das war sie immerhin viele Jahrzehnte lang. Güterverkehr ist nur auf langen Fernverkehrsstrecken auf die Schiene zu bringen.
Es mutet daher wie Hohn an, wenn das Mainzer Verkehrsministerium in ein und demselben Schreiben an Hellmich einerseits von 40.000 Kraftfahrzeugen spricht, die unbedingt mit einer 600 Millionen Euro teuren vierspurigen B 10 bedient werden müssen, andererseits aber verneint, dass auf der Queichtalstrecke für einen 30-Minuten-Takt oder für eine nur halb so teure Elektrifizierung der Strecke Rohrbach(Saar) - Graben-Neudorf irgendeine Nachfrage bestehe.
Dass nur ganz wenige Reaktionen von den 50 angeschriebenen Politikern auf das 7-Punkte-Programm von SÜDPFALZ MOBIL kamen, macht einmal mehr deutlich, wie schwach die Bereitschaft unserer Südpfalz-Politiker zu zukunftsfähigem Denken und Handeln tatsächlich ausgeprägt ist. Vor allem aber müssen sich Landrätin Riedmaier und Oberbürgermeister Wolff - auch im Interesse ihrer Wähler und der betroffenen Bürger - deutlicher artikulieren als bisher.
Informationen beim BUND-Regionalbüro Pfalz
Fon 06341/381672, Fax: 06341/381673,
E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de
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