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15.07.2008
Bahnstrecke Südpfalz-Karlsruhe
„Skandalöse Realität“ auf der Schienenstrecke „trotz steigender Fahrgastzahlen“
Leidgeplagter Pendler gibt Unmut eine Stimme
Beim BUND Südpfalz ist der Brief eines seiner Mitglieder eingegangen, das seine leidvollen Erfahrungen beim langjährigen Pendeln auf der Bahnstrecke zwischen Südpfalz und Karlsruhe mit eindrucksvollen Worten schildert.
Der BUND behauptet – wie auch der befreundete Verband SÜDPFALZ MOBIL -, dass ein nicht unwesentlicher Teil der geschilderten Missstände mit dem nach wie vor eingleisig geführten Streckenabschnitt Winden-Kandel-Wörth zusammenhängt. Die allgemein beklagten Missstände haben die Politik dennoch nicht daran gehindert, die früher einmal vorhandenen Planungsabsichten für einen zweispurigen Ausbau in den 90-er Jahren wieder zurückzunehmen.
Der Brief, der einem offenbar verbreiteten Unmut eine Stimme gibt, hat folgenden Wortlaut:
". . . Was ich dieses Jahr an Zugausfällen, Zugverspätungen, verpassten Anschlüssen erlebt habe, toppt alle meine Erfahrungen der vergangenen Jahre. Hinzu kommt, dass trotz vorhandener Lautsprecheranlagen die Bahnreisenden ohne Durchsage auf den Bahnsteigen einfach stehen gelassen werden.
Am letzten Donnerstag vor Ferienbeginn musste ich aus einer Regionalbahn in Kandel wieder aussteigen, weil mir speiübel wurde. Der Zug bestand aus nur einem Wagenpaar. Im dicksten Berufsverkehr drängelten sich noch mindestens drei Schulklassen in die Waggons. Als dann in Kandel eine vierte Schulklasse zusteigen konnte, da konnte ich nicht mehr.
Null Service, Viehwaggonmentalität, fahrende, technisch veraltete, Schrotthaufen, die immer häufiger ausfallen, mürrische Zugführer und dann Kontrolldienste, die im Stile von Hilfssheriffs Leute schikanieren, die im Tarifdschungel nicht mehr durchblicken oder nicht wissen, was sie tun sollen, wenn der seit Monaten defekte Entwerter nicht funktioniert oder der Automat keine Scheine mehr nimmt, da vermutlich schon ewig nicht mehr geleert.
Das ist die skandalöse Realität trotz steigender Fahrgastzahlen auf Grund der hohen Benzinpreise. Nicht immer, aber immer öfter. Was sich da mit dieser angeblichen Börsenbahn im vorderpfälzischen Nahverkehr abspielt, ist schlichtweg ein Trauerspiel und wäre vielleicht auch mal einen Presseartikel wert. . . ."
Quelle: BUND Kreisgruppe Südpfalz
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de
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