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28.11.2003

 

Baum für Baum alten Obstsorten einen Platz bewahren

VORDERWEIDENTHAL: Telekom-Tochter und BUND starten erste gemeinsame Pflanzaktion beim Forsthaus Lindelbrunn

Eine Streuobstwiese als Freiluftmuseum entsteht zurzeit am Fuße der Burg Lindelbrunn bei Vorderweidenthal. Dort pflanzt Förster Armin Osterheld seit 26.11.2003 zusammen mit Helfern 30 neue Bäume. Besonders sind dabei nicht nur die alten Baumsorten, die verwendet werden, sondern auch die Initiatoren der Aktion: Der BUND und die Deutsche Telekom.

Die Aktion ¸¸Bäume statt Papier" entstand, als sich der Telekommunkationskonzern und die Umweltschützer vor zwei Jahren erstmals zusammentaten, um etwas gegen Forstschäden zu unternehmen, die nach einem schweren Unwetter im Berliner Stadtgebiet entstanden waren, erklärt BUND-Landesgeschäftsführer Dr. Erwin Manz. Damals waren vor allem viele alte Bäume in der Hauptstadt von Orkanböen beschädigt oder umgeworfen worden.

Mit Spenden der Telekom und koordiniert vom BUND waren neue Bäume gepflanzt worden, um so schnell wie möglich für Nachwuchs zu sorgen. Das Geld hat die Telekom dort locker gemacht, wo sie durch das Internet sparen konnte: Seit einigen Jahren gibt es für Telefonkunden die Möglichkeit, sich ihre Rechnung nicht mehr als Brief zuschicken zu lassen, sondern sie auf einer speziellen Internet-Seite abzurufen. Dadurch hat das Unternehmen nach eigenem Bekunden bereits 2800 Tonnen Papier gespart. Mit der Aktion ¸¸Bäume statt Papier" werden nun für jeden Kunden, der auf papierlose Rechnungen umstellt, 50 Cent an den Bundesverband des BUND abgeführt. Über die elektronische Rechnung freut sich der Umweltschützer daher doppelt: Zwar wisse man, dass viele Kunden ihre Rechnung zu Beginn immer noch zu Hause ausdruckten, erklärt Manz, doch die Einsparung an Papier und damit an Zellstoff, Energie und Wasser sei immer noch beachtlich.

5000 Euro hat die Telekom für Baumpflanz-Aktionen in Rheinland-Pfalz bisher ausgegeben. Das Projekt unterm Lindelbrunn ist das erste. Hier muss das Alte nicht ersetzt, es kann - so die Hoffnung von Osterheld und Manz - erhalten werden. Hier werden Obstbäume alter Sorten gesetzt, für die es in der mengen- und resistenzorientierten Landwirtschaft keinen Platz mehr gibt. Wenn die Pflanzung bis Frühjahr beendet ist, hofft Osterheld danach, dass die Wiese auch als Anregung für Garten- und Wiesenbesitzer dient.

Info Mehr zum Thema ¸¸Bäume statt Papier" im Internet: www.bund.net

Quelle:
Verlag: Rheinpfalz Verlag GmbH & Co. KG
Publikation: Pfälzer Tageblatt
Ausgabe: Nr.274
Datum: Mittwoch, den 26. November 2003
Seite: Nr.21


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