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28.10.02

 

44 Prozent weniger Restmüll produziert

 

SÜDLICHE WEINSTRASSE: Zwischenbilanz nach Umstellung auf neues Sammel- und Gebührensystem
 
So umstritten das seit 1. Januar 2002 gültige neue Müllerfassungs- und -gebührensystem im Kreis SÜW wegen gestiegener Bürgerabgaben und gesunkener Abholleistung auch war - es hat zu einer merklichen Minderung des Abfallgewichts geführt. Die Mengen, die dem Müllheizkraftwerk Pirmasens angedient werden, sind in den ersten sieben Monaten gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 44 Prozent geschrumpft.

 

Wie der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft (EBA) auf das ganze Jahr hochgerechnet hat, wird sich die Gesamtmüllmenge von 30.300 auf 18.000 Tonnen reduzieren. Die Vergleichszahlen sind auch für die Kreisverwaltung ein deutliches Indiz, dass ein wesentliches Ziel des neuen Erfassungs- und Gebührensystems erreicht werden konnte. Die Südliche Weinstraße ist nicht mehr größter Abfallproduzent im Gebiet des Zweckverbands Abfallbeseitigung Südwestpfalz (ZAS), sondern konnte sein Abfallaufkommen an das der anderen beteiligten Gebietskörperschaften angleichen.

Wurden von SÜW 2001 im Durchschnitt noch 276,30 Kilogramm pro Einwohner und Jahr nach Pirmasens gekarrt, so sind es heuer nur noch 155,76. Damit liegt der Kreis gleichauf mit dem Landkreis Germersheim und den Städten Landau und Zweibrücken. Deutlich unterschritten werden Pirmasens (204,58) und die Südwestpfalz (185,81).

Die Gegenüberstellung bei einem größeren Zeitraum macht deutlich: In den letzten 14 Jahren haben die Kreisbürger um 70 Prozent weniger Müll angehäuft.

In der Zwischenbilanz sind aber auch Angaben über die anderen Müllfraktionen enthalten. Der so genannte Anschlussgrad bei der Biotonne liegt mit 65 Prozent relativ hoch. Entsprechend wird die Gesamtmenge im Jahr 2002 rund 8000 Tonnen ausmachen. Die Leichtverpackungsquote im gelben Sack ist um 23 Prozent, die vom Altglas um drei Prozent in die Höhe geklettert. Das Papieraufkommen ist nahezu unverändert.

Nach diesen Ergebnissen richtet Landrätin Theresia Riedmaier ein großes Kompliment an die Kreisbürger für deren Bemühungen, Müll zu trennen und zu reduzieren.

Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Mittwoch, 23. Okt , 03:45 Uhr


 

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