++ [HOME] ++ [AKTUELL] ++ [THEMEN] ++ [MÜLL] ++

 

07.11.02

 

Leserbrief in Sachen Müll

 

Zu der Berichterstattung der Rheinpfalz bezüglich der ZAS-Versammlung und dem "Einwurf" von Herrn Gauweiler drängt es uns zu folgender Meinungsäußerung:

 

Möglicherweise hat Herr Gauweiler ja recht mit seinen Vorwürfen gegenüber dem Pressesprecher des BUND.

Tatsache jedoch ist, dass die unsägliche Geschichte mit der Müllverbrennungsanlage Pirmasens in ihren Auswirkungen auf den Gebührenzahler und Wähler mindestens ebenso "masslos" ist.

Der versammelte kommunalpolitische Sachverstand der gesamten Süd- und Westpfalz kämpft ein Jahrzehnt für die Müllverbrennung. Die Realität entspricht dann aber den Argumenten der Kritiker auf seiten des BUND und Anderer frappierend zielgenau. Die Fehlentscheidung der Kommunalpolitik kostet den Gebührenzahler jährlich Zig Millionen.

Und nach dem Motto "Hängt den Überbringer der schlechten Nachricht" ziehen die Schuldigen über die her, denen sie besser rechtzeitig Glauben geschenkt hätten. Nun ist man ja dies alles von einem politischen Klientel gewöhnt, das so unglaublich sicher im Sattel sitzt. Als geprellter Gebührenzahler kann man dann aber wenigstens verlangen, dass die Wahrheit gesagt wird.

Die Umweltauflagen belasten nach dem Gutachten von Ernst & Yong die Tonne Müll mit lediglich <b>0,39 DM von 468 DM, das sind 0,08 %!</b> Dies überhaupt als Argument anzuführen, spricht entweder für die totale fachlich und sachliche Unbelecktheit von Krekeler und Schlimmer, womit allerdings bei ihrer Stellung nicht zu rechnen sein sollte oder für das bewußte Verdrehen von Tatsachen vor der Öffentlichkeit.

Dies ist eine Missachtung all derer, die mittels Anschluß- und Benutzungszwang die Zeche bezahlen müssen, innerhalb von 25 Jahren immerhin 1 Milliarde DM. Ein weiteres Beispiel für die Gründe von Politikverdrossenheit. In diesem Zusammenhang auf die Dolchstoßlegende der Weimarer Zeit, als das Beispiel für die Instrumentalisierung von Halbwahrheit und Lüge für politische Zwecke, zu verweisen, sollte erlaubt sein.

Ilse und Armin Osterheld


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de

++ [HOME] ++ [AKTUELL] ++ [THEMEN] ++ [MÜLL] ++ [oben ] ++