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14.06.2007

 
Schlimmer Müll am falschen Platz

Was ist eigentlich eine "Zwischenlagerung"?


Bilder belegen unhaltbare Zustände


LANDAU.  "Die Stadt Landau verletzt aufs Gröblichste ihre gesetzlichen Pflichten gegenüber Umwelt und Natur, indem sie nahe der Albert-Einstein-Straße, nur einen Steinwurf von dem bundesweit bedeutsamen Naturschutzgebiet Ebenberg entfernt, Müllablagerung schlimmsten Charakters und erheblichen Umfangs auf städtischen Liegenschaften zulässt.
Gipfel des Müllzynismus ist die Bezeichnung des täglich sich ausdehnenden Schandflecks inmitten niedergemachten Busch- und Baumwuchses als sog. Zwischenlagerung".

 

Mit diesen Worten kommentierte BUND-Kreisgruppenvorsitzender Reinhold Siener die strikte Weigerung der Stadtverwaltung (Abteilung "Abfallwirtschaft"), an diesem Zustand etwas zu ändern. Inzwischen hat sich der BUND in dieser Sache mit einem brieflichen Hilferuf an Oberbürgermeister Dr. Wolff gewandt.

Mit einer Fotoserie, die den Medien zur Verfügung gestellt wird,  wurden die unhaltbaren Zustände zwischen Stadtrand und Ebenberg dokumentiert.

 

Der von der Stadtverwaltung als zur weiteren Verwendung bestimmte "Bauschutt" entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine wilde Mischung aus Bergen von frischem Bitumen, Batterien, Farbeimern, Plastik, Metallen, Leuchtstoffröhren, Kabelresten, Rohren u. v. a. m. .

 

Da ein solches Gemisch eine gewaltige Anziehungskraft auf all diejenigen hat, die an billigen Entsorgungswegen interessiert sind, lässt sich eine fast tägliche Vermehrung dieser unerfreulichen Nebenprodukte des Fortschrittes beobachten.

Wie die Stadt Landau mit diesem nicht recycelbaren Material umzugehen gedenkt, sollte sie schleunigst der Öffentlichkeit mitteilen.


Denn bislang bleibt völlig im Dunkeln, "wozwischen" das schlimme Material unklarer Herkunft und unklarer Weiterverwendbarkeit "zwischengelagert" sein soll. Vor allem interessiert den Steuern zahlenden Bürger sicher, warum das brisante Zeug eigentlich nicht gleich auf der dafür doch genehmigten und vorgesehenen Deponie "Am Hölzel" "endgelagert" wird.
Immerhin stehen hohe Gemeinwohlgüter wie sauberes Grundwasser, gesunde Bodenverhältnisse sowie Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit auf dem Spiel.

Gegen welche Widerstände eine Umweltorganisation bei der Stadt hier zu kämpfen hat, wird deutlich an dem Umstand, dass der BUND bereits vor drei Jahren eine illegale Bauschuttablagerung, ebenfalls auf städtischem Gelände, in einem Pappelwäldchen unweit des THW bei Landau-Mörlheim der Stadtverwaltung angezeigt hat, bisher aber keine Beseitigung des deponierten Materials erreichen konnte.

Ironisch gefragt: Wie wäre es, wenn die anschlusspflichtigen Bürger Landaus nach dem Vorbild ihrer Stadt, vermehrt dazu übergingen, ihre Müllprobleme einfach in ihren Haus- und Vorgärten "zwischenzulagern"? Ihre Verwaltung macht´s vor.

Überhaupt beobachten die Umweltschützer in Stadt und Landkreis derzeit ein Umsichgreifen schwerer Naturfrevel und dabei gleichzeitig eine hinhaltende Unlust der Behörden, gegen diese Entwicklung den Willen des Gesetzgebers durchzusetzen.

Bei Rückfragen: 06 341-50 315 (Peter Erken, Naturschutzwacht und Entdecker und dieser "Zwischenlagerung")

Quelle: BUND Rheinland-Pfalz


Falls Sie Fragen haben, einfach anrufen. 

Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de

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