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02.03.2004

 

Müllgebührenmusterklage: Genugtuung mischt sich mit "Bitternis"

Gericht hat Damoklesschwert aufgehängt

VORDERWEIDENTHAL. "Mit Genugtuung, aber auch mit Bitternis und Enttäuschung nehmen wir das nun endlich ergangene OVG-Urteil zum Gebührenstreit auf". Mit diesen Worten offenbarte das den Musterprozess führende Ehepaar Osterheld den emotionalen Zwiespalt, den der zu seinen Gunsten ausgegangene und vom BUND unterstützend begleitete Prozess bei ihm ausgelöst hat.

Bitternis deswegen, weil es eines sich über viele Jahre hinziehenden Kraftaktes im Ehrenamt und des Einsatzes von ca. 100.000,-- DM bedurfte, um in der Auseinandersetzung mit einer Behörde sein Recht zu bekommen.

Enttäuschung darüber, dass es eines solchen prozessualen Aufwandes bedurfte, um die handwerklichen Fehler von Verwaltung und Kommunalpolitik festgestellt zu bekommen und dass außerdem Dutzende von gewählten Volksvertretern entweder nicht gewillt oder nicht in der Lage waren, der zu kontrollierenden Verwaltung Paroli zu bieten.

Ganz besonderen Dank schuldet der BUND der einmaligen Spendenbereitschaft der Südpfälzer Bevölkerung, ohne deren Engagement dieser Erfolg nicht hätte herbeigeführt werden können. Für den letzten Verhandlungstermin, der nicht ohne Anwalt wahrgenommen werden konnte, reichten jedoch die eingegangenen Spendenmittel nicht mehr. Das erklärt, warum am letzten Dienstag ohne Rechtsvertretung und ohne das Klägerehepaar verhandelt werden musste.
 

Quelle: BUND Rheinland-Pfalz


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