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14.11.2003

 

"Teilplan kommunale Abfälle"

Gebremster Umweltschutz

 

In der rheinland-pfälzischen Umweltpolitik scheint der Wille, Umweltstandards geregelt weiterzuentwickeln oder zumindest zu erhalten, deutlich nachzulassen.

 

Ausgesprochen lasch nämlich wirken einzelne Regelungen im Entwurf des "Abfallwirtschaftsplanes Rheinland-Pfalz, Teilplan Kommunale Abfälle".
Bezeichnend für die Vorgehensweise ist z. B., dass zwar die Anzahl der Mülltonnen im Land aufgezeigt wird, Menge und Wege hochproblematischer Abfälle aus Müllverbrennungsanlagen jedoch keiner Betrachtung unterworfen werden.
Begrüßenswert wäre sicher auch gewesen, wenn die Initiative der Bundesregierung zur Elektronikschrottentsorgung aufgegriffen worden wäre, damit sämtliche Gebietskörperschaften des Landes flächendeckend einsammeln müssen. Denn noch immer gelangen schadstoffbefrachtete  Computer, z.T. noch schwermetallhaltige Akkus in Verbrennungsanlagen oder auf Deponien.


Die optimal verwertbare organische Fraktion macht etwa die Hälfte des Hausmülls aus; der Plan müsste daher dem Verzicht einiger entsorgungspflichtigen Gebietskörperschaften auf Abtrennung dieser erheblichen Mengen deutlich entgegenwirken.


Überhaupt kritisch zu sehen ist die Rückkehr zur gemischten Erfassung derzeit noch getrennt gesammelter Abfallströme mit nachträglich wieder vorzunehmender mechanischer Trennung. Denn die Qualität dieser Trennung wird deutlich geringer sein, eine hochwertige stoffliche Verwertung der Teilströme wird dadurch verhindert.


Bedenklich stimmt der Optimismus des Entwurfes hinsichtlich Entsorgungssicherheit durch Trockenstabilat-Anlagen. Diese Bevorzugung ist unverständlich, weil es bisher keine Aussagen darüber gibt, wo und unter welchen Bedingungen der getrocknete Müll verbrannt wird, ob tatsächlich qualitativ hochwertige Stoffströme zur Verwertung kommen werden, ob gesetzliche Vorgaben eingehalten werden können und ob die betreffenden Firmen überhaupt den rechtlichen Anforderungen genügen werden.


Quelle: BUND Rheinland-Pfalz


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Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz

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