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11. 04. 2002
Abgabenmodell besser als Dosenpfand
Im Einklang mit dem Umwelt-Sachverständigenrat bevorzugt der BUND ebenfalls die Abgabenlösung. Das Dosenpfand kann nur als zweitbeste Lösung angesehen werden.
· Das Abgabenmodell ist marktwirtschaftskonform,
· es ist ein dynamisches Lenkungsinstrument hin zu umweltfreundlicherem Verbraucherverhalten,
· es beansprucht einen äußerst geringen Verwaltungsaufwand,
· es behandelt Mehrweg und Einweg grundsätzlich gleich..
Abgabepflichtig wäre der Vertreiber der Verpackung, sobald er die Verpackung in Verkehr bringt. Die Abgabe würde erhoben auf alle neu in den Verkehr gebrachten Einweg- und Mehrweg-Getränkeverpackungen. Die Abgabenhöhe bemisst sich nach dem Füllvolumen der jeweiligen Getränkeverpackung.
Die Abgabe könnte so z.B. 50 Cent pro Liter Füllvolumen betragen. Dies bedeutet einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für alle Verpackungen, die bis zu 50-mal im Umlauf sein können gegenüber Wegwerfverpackungen, die lediglich einmal befüllt werden. Dies dürfte sich voll auf die Preisgestaltung in den Regalen der Getränkemärkte auswirken.
Eine solche Bekämpfungsmethode der Dosenflut schwebte auch dem ehemaligen Bundesumweltminister Töpfer vor. Ausgebremst wurde er vom damaligen Koalitionspartner F.D.P.; erst dadurch kam es zum Dosenpfand.
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
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