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19.05.2008

 
Wohin mit den Sünden der Vergangenheit?

 

Dies ist ein Thema, bei dem wir gerne mal Ihre Meinung, werter Leser, werte Leserin wissen möchten.

Sie rotten schon seit Jahrzehnten an hunderten Stellen im Landkreis mit Kenntnis der Behörden vor sich hin obwohl laut den Unterlagen bei mancher dringender Handlungsbedarf bestehen soll. Sie sind nach guter deutscher Sitte in einem Kataster sorgsam eingetragen. Aber das war’s dann wohl.
Sie entwickeln sich vielleicht zu ökologischen Zeitbomben die Boden und Grundwasser in Mitleidenschaft ziehen können. Und nach unserem Verständnis als Freunde der Erde sollte man sie endlich mal aufräumen, weil es einfach eine ganz schlechte Angewohnheit ist, die Entsorgung seines Dreckes mit all seinen Unannehmlichkeiten, Gefährdungen für Mensch und Tier und dazu noch für teures Geld nachfolgenden Generationen zu überlassen.

Die Rede ist von Altlasten, von Schrott, Bauschutt, Chemikalien und Müll mit dem früher ganze Hohlwege, Bombentrichter, ja ganze Schluchten eingeebnet wurden oder aber es handelt sich einfach ehemalige illegale Müllablagerungen. Erde drüber, Schwamm drüber, aus den Augen aus dem Sinn. So ging man bisher damit um.
Die aufkommende Vegetation machte zudem diese blamable zivilisatorische Glanzleistung unserer Nachkriegsgeneration unsichtbar. Selbst da ist die Natur dem Menschen, der ihr seine Wohlstandsabfälle einfach vor die Füße kippt, noch äußert entgegenkommend.

Ein Beispiel, an dem wir gerade dran sind, ist ein Wäldchen zwischen der Pfalzklinik und Göcklingen. Doch es ist beileibe nicht die einzige Stelle.
Aus unserer Sicht, aus den Erfahrungen der Vergangenheit und dem bisherigen Schriftverkehr mutmaßen wir, dass die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße die Altlasten wohl dort einfach liegen lassen wird. Denn die Entsorgung käme sie als verantwortliche Behörde teuer zu stehen. Eine fachgerechte Beseitigung wäre zudem ein Präzedenzfall mit Signalwirkung. Nicht unerwähnt bleiben soll hier der Fairness halber, dass die Behörde auf besagter Fläche auf Grund unserer Intervention zumindest einen Teil des Oberflächenmülls entsorgen ließ.

Aber reicht das aus, ist das wirklich richtig? Es ist uns klar, dass die Behörde hier vermutlich unverschuldet den Schwarzen Peter hat und auch wirtschaftlich denken muss. Uns stellt sich aber die Frage ob wir dieses Verhalten gegenüber nachfolgenden Generationen verantworten können.

Lassen Sie uns, wie eingangs gesagt, hierzu Ihre Meinung zukommen.

Quelle: BUND Kreisgruppe Südpfalz


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