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25.11.02
Protestantische Kirche gegen Ausbau der Air Base
Dekan: Kinderhorte in
Einflugschneise
Gegen den Ausbau des Flugplatzes Ramstein hat sich die Evangelische Kirche der
Pfalz ausgesprochen. Sie unterstützt damit auch die Einwendungen, die der
Lauterer Dekan Karl-Friedrich Weber gegen die Erweiterung der Air Base
eingereicht hatte.
Die Flugplatz-Pläne sollten überdacht und korrigiert werden,
hatte sich der Dekan im Namen der protestantischen Gesamtkirchengemeinde
Kaiserslautern an die Genehmigungsbehörde gewandt. "Wir haben von unserem
Recht Gebrauch gemacht und Einspruch erhoben", sagte Weber gestern auf
Anfrage der RHEINPFALZ. Er wies darauf hin, dass bereits durch den jetzigen
Fluglärm Leben und Gesundheit der Menschen in seinem Kirchenbezirk
beeinträchtigt seien. Der geplante Ausbau bringe weitere Belastungen mit sich.
Besonders vom Fluglärm betroffen sind nach Meinung des Dekans die Kinder und
die Kranken. Zahlreiche Kindergärten und -horte lägen in der Einflugschneise,
auch über das Westpfalz-Klinikum flögen die schweren, lärmenden
Transportmaschinen hinweg, gab der Dekan zu bedenken. Betroffen sei die Kirche
auch, weil Gemeindehäuser, Gotteshäuser und der Friedhof von den
Militärmaschinen überflogen, Gottesdienste ebenso vom Düsengetöse unterbrochen
würden wie Kirchenkonzerte oder andere Veranstaltungen. Mehr als störend werde
der Fluglärm bei Trauerfeiern auf dem Friedhof empfunden, so Weber.
Die Synode der Evangelischen Kirche der Pfalz hat bei ihrer Tagung am Freitag
in Speyer die Einwände aus Stadt und Kreis Kaiserslautern unterstützt und sich
ebenfalls gegen einen Ausbau des Militärflughafens Ramstein in der derzeit
geplanten Form ausgesprochen. Die Synode unterstützte dabei auch die Forderung
des Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) nach neuen Planungsgutachten, denn
die Ausbaupläne führten - so die Auffassung der Synodalen - in weiten Teilen
der Pfalz zu weiteren beträchtlichen ökologischen Belastungen.
Der BUND hatte in einem Schreiben an den Landesbetrieb Straßen und Verkehr in
Koblenz die Aussagekraft einiger Gutachten zum geplanten Flugplatz-Ausbau
angezweifelt und den Abbruch des laufenden Genehmigungsverfahrens gefordert.
Stattdessen solle eine Vermittlerrunde ins Leben gerufen werden. Gegen die
Pläne liegen inzwischen mehr als 12.000 Einwendungen von Bürgern vor.
Quelle: RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 18. Nov , 03:45 Uhr
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de
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