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Die intelligente Zelle, noch ist sie in der Entwicklung. Ihr gehört vielleicht in wenigen Jahren die Zukunft.

Artikel zum Thema Brennstoffzelle:

Die Brennstoffzelle  ist ein kompakter, chemo-elektrischer Energiewandler, der leise, vibrationsfrei, effizient und praktisch schadstofffrei aus Wasserstoff und Luftsauerstoff Strom und Wärme macht. Als Abfallprodukt entfleucht der Brennstoffzelle - englisch fuel cell - nur Wasserdampf.
Das Prinzip, aus der Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff Elektrizität und warme Luft zu erzeugen, entdeckte der Waliser Sir William Grove bereits 1839.
Doch seine Erfindung, Strom und Wärme praktisch kalt und flammenfrei zu erzeugen, unterlag im Wettlauf mit der auf den Franzosen Sadi Carnot zurückgehenden thermischen Energieumwandlung.

Diese Technologie steht jedoch noch ganz am Anfang ihrer Karriere.
Die Forschung und Erprobung in Pilotprojekten läuft derzeit auf Hochtouren, sowohl an stationären Anlagen als auch an Brennstoffzellen in Kraftfahrzeugen.
Der Einsatz in Fahrzeugen und Heizungsanlagen dürfte in den nächsten Jahren allerdings kommen.

Daimler-Benz schickte bereits 1994 das weltweit erste No Emission Car (NECAR) mit Brennstoffzelle auf die Straße.
Es war ein Kleintransporter, bis unters Dach voll gestopft mit Apparaten und Messgeräten.
Mittlerweile passt die gesamte Vorrichtung in den Motorraum eines A-Klasse-Modells, 2004 will Daimler die ersten Brennstoffzellenautos auf den Markt bringen.

Honda will bereits 2003 mit einem Brennstoffzellenfahrzeug am Markt sein.
Opel setzte eines seiner Zukunftsvehikel bei der Olympiade in Sydney ein: Der Zafira HydroGen 1 diente als Vorausfahrzeug für die beiden Marathonläufe.
Bei BMW schließlich glaubt man, das Zukunftsauto bereits "technisch serienreif" entwickelt zu haben.

Der mittelständische Heizkesselbauer Vaillant will in zwei Jahren ein Brennstoffzellen-Heizgerät für Mehrfamilienhäuser anbieten - zu einem Preis, der nicht höher ist als der für einen herkömmlichen Heizkessel: weniger als 20 000 Mark.
Die revolutionären Zellen hätten obendrein das Zeug, die Energieversorgung zu "demokratisieren".
Brennstoffzellen ermöglichen es den Verbrauchern, in Zukunft ihren eigenen Strom herzustellen.

Das können sie heute auch schon mit so genannten Blockheizkraftwerken (BHKW).
Millionen dieser unscheinbaren Geräte könnten, in Millionen Heizungskellern aufgestellt und elektronisch miteinander vernetzt, ein virtuelles Kraftwerk entstehen lassen: effizienter, sauberer und weniger störanfällig als der heutige, nur aus wenigen Stromfabriken bestehende Kraftwerkspark.

Wasserstoff ist zwar im Überfluss vorhanden, aber er lässt sich nicht einfach wie Kohle, Erdöl oder Gas aus dem Boden holen.
Wie elektrischer Strom ist Wasserstoff vielmehr ein so genannter Sekundärenergieträger, der erst aufwändig hergestellt werden muss.
Um die Wasserstoffmoleküle dem auf der Erde reichlich vorhandenen Wasser zu entziehen, wird vor viel Energie benötigt.

Kommt der Strom für diese Elektrolyse aus Kohle-, Erdöl- oder Gaskraftwerken, macht die Nutzung aus ökologischer Sicht wenig Sinn.
Was sich deshalb nicht nur der BUND Südpfalz wünscht, ist solar erzeugter Wasserstoff.
Nur wenn der Treibstoff der Zukunft aus regenerativen Energien hergestellt wird, heizt er den Treibhauseffekt nicht an.

Es gibt schon seit langem den Gedanken Photovoltaik und Brennstoffzelle in einem Stoffkreislauf zu verbinden.
Man könnte stark sonnenbeschienene Flächen, wie z. B. die Sahara großflächig mit Photovoltaik bestücken, der anfallende Strom könnte Wasserstoff erzeugen, diesen könnte man in Schiffen nach Europa transportieren.
Nach Meinung der Experten reicht eine vergleichsweise kleine Fläche aus, um genug saubere Energie für alle herzustellen:
500 Quadratkilometer Sahara, bestückt mit Solarzellen.
Hinzu käme eine komplett neue Infrastruktur zum Transport des Wasserstoffs - spezielle Schiffe und Leitungen.

Brennstoffzellensysteme im Überblick:   

  Brennstoffzellentyp Elektrolyt Arbeitstemperatur (°C) Brennstoff Entwicklungsstand Einsatzbereiche Anlagenwirkungsgrad
AFC Alkalisch 30 %ige Kalilauge 60 –80 Reinstwasserstoff kommerziell verfügbar Raumfahrt, Sonderanwendungen ca.60 %
PEMFC Membran protonenleitende Membran 70 – 90 Wasserstoff, Erdgas,Methanol (mobiler Einsatz) Labor, erste Versuchsanlagen Kfz-Antriebe, Kleinstanwendungen, BHKW 40 –50 %
PAFC Phosphorsauer konzentrierte Phosphorsäure 170 –200 Wasserstoff, Erdgas, Sondergase kommerziell verfügbar BHKW 40 –45 %
MCFC Schmelzkarbonat Alkalikarbonatschmelzen 650 Wasserstoff, Erdgas, Sondergase Labor, erste Versuchsanlage BHKW, Kraftwerke 55 –60 %
SOFC Oxidkeramisch Yttriumstabilisiertes Zirkondioxid 900 –1000 Wasserstoff, Erdgas, Sondergase Labor, erste Versuchsanlagen BHKW, Kraftwerke 60 –70 %

http://www.3sat.de/nano/cstuecke/06196/index.html


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