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24. 04. 2002
Wenn die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, wie heute gemeldet, keine Gesundheitsgefahr durch die Strahlung von Mobilfunkanlagen sieht, dann verhält sie sich exakt wie ein „Wissenschaftler“, der einem nicht rauchenden Probanden ein Päcken Zigaretten zum alsbaldigen Konsum verabreicht und am nächsten Tag nach einer kurzen Untersuchung lapidar feststellt: Zigarettenrauchen verursacht keinen Lungenkrebs. Das ist der Beweis.
Zu diesem Ergebnis kommt der BUND im Anschluss an sein hochkarätig besetztes Mobilfunk-Symposion vom vergangenen Samstag in Mainz.
Wer sich auf „vorhandene Daten“ bezieht, wie es heißt, und zu dem Ergebnis kommt, diese Strahlung sei „vernachlässigbar“, verdrängt vollkommen, dass es zu einem fundierten und wissenschaftlich abgesicherten Ergebnis in dieser Frage nur auf der Basis von Langzeituntersuchungen kommen kann. Diese aber gibt es in den dafür erforderlichen Zeiträumen überhaupt noch nicht.
Dennoch gibt es durchaus bereits bedenkenswerte Anhaltspunkte, die verantwortungsbewusste und ihrem hippokratischen Eid verpflichtete Ärzte ernst und zur Kenntnis nehmen sollten. So berichtet das Internationale Institut für Biophysik in Neuss von Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Herzrhythmus-Störungen, Atemnot und einem veränderten Blutbild bei zahllosen elektrosensiblen Menschen.
Im Übrigen: Es geht nicht um die Abschaffung des Mobilfunks, sondern nur um vertretbare Grenzwerte, wie sie in anderen Ländern gang und gäbe sind.
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