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19.03.2009
BUND-Ökotipp 05/2009: Vorsicht vor
Gift in Spielzeug
Giftiges Blei in Spielzeugautos, hormonell wirkende Weichmacher in Puppen,
krebserregende Nitrosamine in Luftballons: Immer wieder werden hohe
Konzentrationen gefährlicher Chemikalien in Kinderspielzeug nachgewiesen. Die
neue EU-Spielzeugrichtlinie schütze laut Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) davor nur unzureichend. So seien z. B. Grenzwerte, etwa für
Blei, zu hoch angesetzt. Eltern können ihre Kinder jedoch vor Gift in Spielzeug
schützen, wenn sie ein paar Hinweise beachten.
Auf Prüfsiegel achten: Gekauft werden sollten nur Spielsachen mit einem
Prüfsiegel einer unabhängigen Untersuchungseinrichtung wie dem TÜV Rheinland
oder der Landesgewerbeanstalten LGA. Die CE-Kennzeichnung ist kein Gütesiegel.
Zwar bestätigt der Hersteller damit, dass das Produkt den EU-Richtlinien
entspricht. Aber eine CE-Kennzeichnung besagt nicht, dass das Produkt durch
unabhängige Stellen auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft wurde.
Den Sinnen trauen: Stark riechendes Spielzeug enthält häufig ausgasende Stoffe,
die gesundheitsgefährdend sein können, z.B. Formaldehyd in Holzpuzzles oder
Weichmacher in Kunststoffartikeln. Weich-PVC ist in der Regel als solches zu
erkennen: durch glänzende, charakteristisch riechende Oberflächen und
"speckiges" Griffverhalten. Typische Produkte mit Weich-PVC sind aufblasbare
Freizeit- und Sportartikel sowie Kunststofftiere.
Spielzeug kontrollieren: Spielzeug, an dem die Farbe abblättert oder der Geruch
sich verändert, hat in Kinderhänden nichts zu suchen.
Qualität kaufen: Grundsätzlich rät der BUND weniger, dafür qualitativ
hochwertigeres Spielzeug zu kaufen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass sehr
billiges Spielzeug gefährliche Stoffe enthält, ist relativ hoch.
Der BUND informiert im Internet unter über Chemie im Alltag:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/chemie/chemie_im_alltag/
Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein. Sie erscheinen in der Regel dienstags.
Ein Archiv der bisher erschienenen Tipps steht im Netz unter:
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Nachfragen bitte an:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)/ Friends of the Earth Germany Pressestelle / Rüdiger Rosenthal / Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Fon: (030) 27586-425, Fax: -440
Kontaktadresse: BUND Regionalbüro Pfalz
oder senden Sie uns ein E-Mail: regionalbuero@bund-pfalz.de
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