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28.06.2008

BUND-Ökotipp 19/2008

Umweltfreundlich Rasieren?

Selbst beim Rasieren lassen sich durch ökologisch bewusstes Verhalten Müll und Energieverschwendung reduzieren, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Die meisten Männer rasieren sich nass, chemische Zusätze in den Rasiermitteln können dabei Gewässer und Umwelt belasten. Werden Einwegrasierer verwendet, ist der entstehende Müll ein Problem. Bei so genannten Systemrasierern werden die Aufsatzklingen früher oder später ebenfalls stumpf und landen im Müll. Mit Hilfe eines Schärfgerätes, das durch Magnetkraft den Klingengrat aufrichtet, lässt sich die Haltbarkeit der Klingen jedoch um das Vierfache verlängern.

Der BUND rät, auf Einwegrasierer grundsätzlich zu verzichten und bei Rasiermitteln wie Gel oder Schaum auf die Inhaltsstoffe zu achten. Eine Untersuchung der Zeitschrift „Ökotest“ hat in verschiedenen Rasiermitteln halogenorganische Verbindungen nachgewiesen. Sie stehen im Verdacht, Allergien auszulösen, krebserregend zu sein sowie Leber schädigende Duftstoffe und Formaldehyd zu enthalten.

Als bester Nassrasierer gilt das Rasiermesser. Der Umgang damit erfordert jedoch Zeit und Umsicht. Sein Vorteil: es braucht keinen Strom. Soll es doch ein elektrischer Trockenrasierer sein, lohnt es sich auf den Verbrauch zu achten. Wenn er am Netz betrieben wird, braucht ein modernes Gerät weniger als 0,5 Kilowattstunden pro Jahr. Teurer wird der Akkubetrieb, zudem müssen Akkus von Zeit zu Zeit erneuert werden. Sie enthalten giftige Substanzen und belasten die Umwelt.

Berlin, 27.06.2008

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